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00:39 23.04.2018
Der Reachstacker der Firma Kreykenbohm aus Holzminden Quelle: Marcel Altmayer
Adelebsen

Zwei neue Greifstapler zur Handhabung von Seecontainern erhält der Adelebser Container Terminal (ACT). Der Holzmindener Spediteur Willi-Ingo Kreykenbohm investiert An der Tiefen Breite 1 eine Million Euro. Die Stapler, die eine Hubkraft von jeweils 45 Tonnen haben, können bis zu acht Container aufeinander stellen.

„Der erste Greifstapler ist bereits angeliefert worden, der zweite folgt in zwei Wochen“, berichtet Kreykenbohm. Auf zwei Tiefladern sei das erste Gefährt und sein Greifarm, die zusammen 80 Tonnen auf die Waage brächten, von Bremen aus angeliefert worden. Mitarbeiter des Herstellers hätten den Arm mit Hilfe von zwei 200-Tonnen-Kränen an das Fahrzeug montiert.

Terminal ist 2014 eröffnet worden

„Die beiden neuen Stapler ersetzen einen Wagen, dass wir 2014 bei Eröffnung des Terminals in Adelebsen gebraucht gekauft haben“, erläutert der Unternehmer, der in dritter Generation die Holzmindener Willi Kreykenbohm Spedition GmbH führt. Mit der Investition bauten sie ihre Verladekapazität in Adelebsen aus. Mittlerweile erwirtschafte die Firmengruppe dort – auch aufgrund von internen Umschichtungen – 80 Prozent des Umsatzes. Die Zahl der Mitarbeiter in der Gruppe sei in den vergangenen vier Jahren um 20 Personen auf heute 60 Beschäftigte gestiegen.

In den Hallen wird die Ware kommissioniert

„Unsere Kunden sind Reedereien sowie Firmen, die im Umkreis von 150 Kilometern um Adelebsen herum tätig sind“, erläutert Kreykenbohm. Seine Mitarbeiter kommissionierten die Ware – etwa Verpackungsmaterial oder Drahterzeugnisse – auf 8000 Quadratmeter Hallenfläche. Schnitt- und Stammholz werde vor dem Verladen mit Gas von Schädlingen befreit. Die Ware komme in sechs Meter lange, 2,20 Meter breite und 2,70 Meter hohe Container. Manche seien sogar zwölf Meter lang. Acht Stück könnten die neuen Stapler übereinander schichten. In Adelebsen, wo es auf dem ehemaligen Sägerei-Gelände ausreichend asphaltierte Fläche – 120.000 Quadratmeter – gebe, ständen allerdings maximal drei Container aufeinander.

Transport erfolgt mit eigenen Lkw

„Für den Transport von und zu den Häfen in Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven setzen wir eigene Lkw ein“, führt Kreykenbohm aus. Bis 2016 hätte sein Unternehmen auch die Bahn genutzt. Der Adelebser Terminal liege direkt am Bahnhof und verfüge über einen eigenen Gleisanschluss. Für die vergleichsweise kurze Strecke zur Küste lohne sich der Transport auf der Schiene jedoch nicht. Zudem fehlten ihnen die Großkunden, um täglich einen Güterzug mit 50 bis 60 Containern zu bestücken. „Auf ein modernes Transportschiff passen übrigens 22.500 Container“, fügt der Spediteur hinzu.

Adelebsen liegt näher an der Autobahn als Holzminden

„Für den Standort Adelebsen haben wir uns aufgrund der Nähe zur Autobahn entscheiden“, sagt Kreykenbohm. 15 Kilometer liege sie entfernt. Von Holzminden aus seien es 70 Kilometer. Zudem biete das ehemalige Sägewerk mit seinen großen asphaltierten Flächen und den 13,50 Meter hohen Hallen ideale Bedingungen für das Seecontainergeschäft. Mit dem Terminal hätten sie eine Lücke zwischen Leipzig, Dortmund und Frankfurt geschlossen.

Ortsbürgermeister Kurt Prutschke

„Wir sind froh, dass die Holzmindener Spedition in Adelebsen investiert und so für Leben auf dem Gelände des 2010 geschlossenen Sägewerks sorgt“, meint Ortsbürgermeister Kurt Prutschke (SPD). 16 Arbeitsplätze seien dort entstanden. Im Vergleich zu den zuletzt 200 Beschäftigten des Sägewerks seien das zwar nur wenige, aber besser als nichts. Die Spedition sorge zudem für Steuereinnahmen. Im Vergleich zum Sägewerk gebe es zudem kaum noch Probleme mit Lärm. Die Hallen und der Lärmschutzwall schirmten das Gelände gut ab.

Von Michael Caspar

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