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Energiedienstleister

Bestes Jahr für Stadtwerke Hannover

Nach dem erfolgreichsten Jahr der Unternehmensgeschichte sehen sich die Stadtwerke Hannover für die weitere Expansion über das angestammte Gebiet hinaus gut gerüstet.
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Bestes Ergebnis der Unternehmensgeschichte: Stadtwerke-Chef Michael Feist sieht optimistisch nach vorn.

Bestes Ergebnis der Unternehmensgeschichte: Stadtwerke-Chef Michael Feist sieht optimistisch nach vorn.

© Herzog

Schon jetzt habe man als Energiedienstleister 1700 Kunden im ganzen Bundesgebiet gewinnen können, sagte Vorstandschef Michael Feist bei der Bilanzvorlage am Dienstag in Hannover.

Er wolle die jüngst gemeinsam mit anderen kommunalen Unternehmen erworbene Holding Thüga als „Plattform“ für das Wachstum außerhalb Hannovers nutzen. Die Thüga ist an mehr als hundert Stadtwerken beteiligt. Für Privatkunden will Feist die Strom-, Gas- und Wasserpreise in diesem Jahr bis Oktober stabil halten. Für die Zeit danach gab er keine Prognose ab.

Im vergangenen Jahr verloren die Stadtwerke Hannover rund 7000 Strom- und etwa 6000 Gaskunden. Der Marktanteil blieb aber mit 94 beziehungsweise 95 Prozent weiterhin sehr hoch. Der Kundenverlust liege auch deutlich unter den bundesweiten Versorgerwechselquoten, heiß es. Im Gasmarkt habe man es in der Region inzwischen mit 22 Wettbewerbern zu tun, sagte Feist. In vergangenen Jahr hatten die Stadtwerke Hannover zweimal ihre Gaspreise gesenkt – um insgesamt 20 Prozent.

Während 2009 der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Prozent auf 2,81 Milliarden Euro sank, stieg der Gewinn im selben Zeitraum um 60 Prozent auf 165,6 Millionen Euro. Feist begründete den Zuwachs unter anderem mit Kostensenkungen und Sondereffekten durch den Verkauf des Biomassekraftwerks in Landesbergen bei Nienburg. Vom Rekordgewinn profitieren auch die Landeshauptstadt und die Region Hannover: Einschließlich Konzessionsabgabe und Gewerbesteuer erhielten sie 157 Millionen Euro – nach 134 Millionen im Jahr davor.
Die Zahl der Mitarbeiter sank im vergangenen Jahr um 36 auf 2705 Beschäftigte. Bis zum Jahresende soll sie durch Altersteilzeit und natürliche Fluktuation weiter sinken, wie Feist erklärte. Auf betriebsbedingte Kündigungen werde bis 2018 verzichtet.

Im laufenden Jahr wollen sich die Stadtwerke verstärkt der Energieerzeugung aus Biomasse zuwenden. Zehn Biogaskraftwerke betreibe man bereits, sagte Feist, davon zwei in der Region Hannover. In diesem Jahr seien sechs weitere solcher Anlagen geplant. Drei davon sollen „im Umland der Region Hannover“ entstehen, genaue Standorte nannte Feist allerdings noch nicht.

[Helmuth Klausing]

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