Gäste bringen originelle Geschenke mit: Birgitt Witter-Wirsam mit Volker Hempfing, Leiter des Baubetriebshofes.
„Ich habe alles auf eine Karte gesetzt“, gestand Birgitt Witter-Wirsam ihren 400 Gästen. Die Entscheidung, den Standort am Rischenweg aufzugeben und einen Neubau zu realisieren, sei nicht leicht gewesen. „Es gab auch den einen oder anderen Gedanken an Aufgabe“, räumte die Geschäftsfrau ein, die zuvor Eckdaten der 125-jährigen Firmengeschichte genannt hatte (Tageblatt berichtete). Sie habe jedoch die 30 Mitarbeiter nicht einfach im Stich lassen wollen und sich schließlich zu der Millionen-Investition entschlossen. Dem Motto Sokrates‘ folgend: „Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen.“
Der Zeitpunkt hätte nicht ungünstiger sein können. In die Wirtschaftskrise fiel der erste Spatenstich. „Nerven behalten und durchhalten“, habe die Parole gelautet. Wichtig sei ihr gewesen, dass ihr Vater Klaus Witter bis zur letzten Minute alle Entscheidungen mitgetroffen habe. „Ich zolle meinem Vater große Hochachtung“, sagte Witter-Wirsam und erinnerte an den Tod eines „vorbildlichen, wertvollen Menschen“. Jetzt sei Sohn Michael an ihrer Seite, der in einigen Jahren sukzessive Verantwortung im Betrieb übernehmen wird. Das könnte spannend werden, räumte die Hasselbach-Chefin ein: „Weibliches Alphatier trifft auf dynamischen, aufstrebenden Manager.“ Ihre Mitarbeiter wollte Witter-Wirsam nicht unerwähnt lassen. „Ohne sie geht hier und heute und in Zukunft gar nichts“, stellte die Geschäftsfrau klar. Unter dem neuen Dach von Hasselbach sind weitere Geschäfte ansässig, die Witter-Wirsam nicht als Mieter, sondern als Partner sieht: Mäx Raum Trend, Bau-Beschlagshandel gb Meesenburg, Volksbank Mitte und die Feinbäckerei Ruch mit ihrem „wunderschönen Café Manna Mia”.
„Der Neubau ist das Aushängeschild für Rosdorf“, erklärte Bürgermeister Harald Grahovac (SPD), der die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte. Das Unternehmen habe Weichen stellen müssen, der Rischenweg sei nicht mehr zeitgemäß gewesen, brachte Grahovac in Erinnerung. Der Weg sei lang und nicht immer leicht gewesen. Auch habe es Störfeuer gegeben. „Die haben wir gemeinsam gelöscht.“
In seiner Festrede hielt sich der niedersächsische Finanzminister Hartmut Möllring an die große Politik, erinnerte an die Wirtschaftskrise und gab seine Einschätzung der momentanen Lage: Die Konjunktur ziehe an, zwar nicht XXL, der Weg jedoch sei der richtige.
„Birgitt, ich bin stolz darauf, was du hier geschaffen hast“, erklärte Holzlandgesellschafter Hinrich Klatt. Den Neubau bezeichnete er als Unikat, als „Edelstein, der die Handschrift der Beteiligten trägt.“
Von Hanne-Dore Schumacher
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Hasselbach ist „Aushängeschild für Rosdorf“ Spaßbremse – 06.09.10
... und ich dachte immer das sei das Gefängnis. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben
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