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Bioland-Hof Kuhnigunde

Aus Merles Milch macht Bauer Fahlbusch Käse


Bio ist in aller Munde. Spätestens seit dem Dioxin-Skandal Anfang des Jahres wollen die Verbraucher genau wissen, was bei ihnen auf den Tisch kommt. In der Serie „Alles Bio“ informiert das Tageblatt über Erzeuger, Händler und Direktvermarkter von ökologisch erzeugten Lebensmitteln. Heute: Hof Kuhnigunde in Bodensee.

Von Mai bis Oktober bekommen die Schwarzbunten frisches Kleegras: Bauer Franz Fahlbusch mit seinen drei Kindern.

© Thiele

Bodensee. Die Melkmaschine rattert. Geduldig stehen die drei Schwarzbunten still, bis die prallen Euter leer sind. Als sie den Melkstand verlassen, rücken von hinten gleich die nächsten Tiere nach. Der Grund: Im Melkstand gibt es Kraftfutter. Vor dem Ansetzen der Maschine spritzt Bauer Franz Fahlbusch jeweils die Euter ab und melkt mit der Hand an.

Der Landwirt ist auf dem Hof seiner Eltern in Bodensee groß geworden. 1991 begann er eine landwirtschaftliche Lehre, Im Anschluss studierte er in Witzenhausen Agrarwissenschaften. Er stellte den Familienbetrieb, der er 1996 vom Vater übernommen hat, auf Bio um. 17 Milchkühe hält er heute. Für mehr ist kein Platz. „Wir haben uns entschieden, nicht zu wachsen“, sagt Fahlbusch, der den Bioland-Hof mit seiner Frau, der Köchin und Ergotherapeutin Sabine Reuter, den Eltern, einem Bruder, einem Lehrling und einer Aushilfe in der Käserei bewirtschaftet.

Fahlbuschs Kühe gehören der alten, robusten und vom Aussterben bedrohten Rasse Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind an. Ungefähr 6000 Liter Milch gibt jede der Kühe im Jahr. Von Mai bis Oktober bekommen die Tiere frisches Kleegras. „In dieser Zeit wird keine Heu-Silage verfüttert“, betont Fahlbusch. Denn dann könnte man keinen Hartkäse mehr machen. Klee-Gras-Silage und Heu gibt es im Winter. Ganzjährig füttert er ein wenig Getreide zu.

Von 40 Hektar Ackerland holt der Landwirt das Futter für die Kühe. Er baut auch Backgetreide zum Verkauf an. In der Hofmolkerei wird die Milch zu Speisequark, Joghurt und zu Schnittkäse verarbeitet. Die fertigen Käse-Laibe, das wichtigste Produkt des Hofs, werden von einer Kooperationspartnerin in Thüringen gepflegt und zu 90 Prozent vermarktet.

Den Rest bekommt Fahlbusch für seine Abnehmer. „Wir beliefern nur Weiterverkäufer“, erklärt er. Anfangs habe er einen Hofladen gehabt. Doch die Arbeit sei nicht zu bewältigen gewesen.

Rotkäppchen und Ronja, Jette und Jule, Merle und Momo: Jede Kuh auf dem Hof Kuhnigunde bekommt gleich nach der Geburt einen Namen. „Meine drei Kinder haben Mitspracherecht“, erklärt der Landwirt.

Kontakt

Hof Kuhnigunde
Franz Fahlbusch und Sabine Reuter
Hauptstraße 23
37434 Bodensee
Telefon: 05507/3254
Fax: 05507/915214
E-Mail: info@hof-kuhnigunde.de
Internet: www.hof-kuhnigunde.de

Von Ute Lawrenz

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