Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Die ganze Welt in Göttingen Porträt: „Sushi Bar Tokyo“ von Sunny Duong
Nachrichten Wirtschaft Themen Die ganze Welt in Göttingen Porträt: „Sushi Bar Tokyo“ von Sunny Duong
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:19 16.09.2013
Hat sein japanisches Restaurant in der Gotmarstraße vor neun Jahren eröffnet: Sunny Duong, Inhaber von „Sushi Bar Tokyo“. Quelle: Hinzmann
Göttingen

Orchideenblüten zeigen die sonst weißen Servietten, eine Lotusblüte auf dem Tisch hält das Teelicht. Aus einer Vase, die an einen Sake-Krug erinnert, sprießt Bambus. Schlicht und klar wirkt der Gastraum der Sushi-Bar Tokyo.

Mitten in Göttingen, in der Gotmarstraße, hat der gebürtige Japaner Sunny Duong (40) vor zehn Jahren die passenden Räume gefunden. Mit der Einrichtung, in der die Theke mit ihren vielen Flaschen und Accessoires schon voll wirkt, gibt er seinen Gästen einen Vorgeschmack auf eine andere Kultur.

Hier können sie japanisches Essen probieren. Den Namen „Tokyo“ hat er gewählt, um sie gleich in die japanische Welt zu entführen.

Japanisches Essen für jeden

Als Junge ist Sunny Duong aus dem Umland von Tokyo mit seinen Eltern nach Deutschland gekommen. In Düsseldorf ließ sich die Familie nieder, die Arbeit seines Vaters hatte sie dorthin geführt. In der Gastronomie hat Duong seine Ausbildung zum Restaurantfachmann gemacht.

Mitte der 1990er Jahre habe ihn sein Weg nach Göttingen geführt – zu Bekannten und Freunden. Mit zwei Freunden eröffnete er eine Sushi-Bar. Nach sechs Jahren trennten sie sich, Duong wagte den Alleingang.

Im April 2004 eröffnete er die Sushi-Bar Tokyo. Hier gibt es japanisches Essen für jeden: Yaki Tori, das ist gebratenes Hühnerfleisch mit Gemüsestreifen, So-Bul Go Gi – Roastbeaf nach koreanischer Art, warme Hauptgerichte mit Krabben und Fisch, vegetarische Speisen und Sushi.

Viele Stammkunden

Die Speisekarte, nach der man seine Sushi-Auswahl mit Garnelen, Zander oder Zuckerschoten zusammenstellt, verrät Duongs Geheimnis: Hier wird alles frisch zubereitet. Am Anfang hatte der Gastronom damit zu kämpfen, dass die meisten die japanische Küche nicht kannten.

„Viele Leute wissen nicht, was Sushi ist“, beschreibt er die Situation bis heute. Bei ihm gibt es deshalb Probierportionen der mundgerecht zubereiteten Sushi-Häppchen aus Reis und verschiedenen Zutaten wie roher oder geräucherter Fisch, rohe Meeresfrüchte, Nori (getrockneter und gerösteter Seetang), Gemüse, Tofuvarianten und Ei.

Der Japaner mit deutschem Pass hat viele Stammkunden in seinem Restaurant mit 60 Plätzen. Nur am Montag gönnt er sich mit einem Ruhetag etwas Zeit. Die verbringt er mit seiner Frau und der zweijährige Tochter, die zweisprachig heranwächst.

Nur alle drei bis fünf Jahre in Japan

Schon aus der Zeit in Japan kennt er seine Frau. Sie hätten sich nie aus den Augen verloren. Im Flecken Nörten-Hardenberg haben sie ein Zuhause gefunden. Die Pause am Nachmittag sei selten lang genug, um nach Hause zu fahren. Auch für Reisen in die alte Heimat bleibt kaum Zeit. Nur alle drei bis fünf Jahre besuchen sie Familie und alte Bekannte in Japan.

Dafür hat er Japan nach Göttingen gebracht – mit Kirschblüten auf den langen Blenden am Fenster und einem antiken japanischen Schrank. In der Sushi-Bar wird mit Stäbchen gegessen. Auf Anfrage bringt Duong seinen Gästen auch Besteck.

Von Ute Lawrenz

„Sushi-Bar Tokyo“ hat Dienstag bis Sonnabend von 12 bis 14.30 Uhr und von 17.30 bis 23 Uhrs Sonntag von 17 bis 23 Uhr geöffnet. Infos: 05 51 / 999 57 35 und goettinger-sushibar-tokyo.de.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!