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Porträt: Von Estland nach Göttingen, Friseurin Inna Starkmann

„Der Standort ist gut" Porträt: Von Estland nach Göttingen, Friseurin Inna Starkmann

Mehr als 25 Prozent aller Unternehmensgründungen in Niedersachsen fallen auf ausländische Mitbürger. Auch in Göttingen wächst die Zahl der Betriebe von Gründern mit internationalen Wurzeln. Das Tageblatt stellt einige Firmen in der Serie „Die ganze Welt in Göttingen“ vor. Heute: Inna Starkmann aus Estland.

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Hat ihren Berufswunsch in Deutschland verwirklicht: Friseurmeisterin Inna Starkmann in ihrem Salon in der Petrikirchstraße.

Göttingen. „Ich habe schon als Kind meinem Vater die Haare geschnitten“, erinnert sich Friseurmeisterin Inna Starkmann (44) aus Estland. Geübt hatte sie das Frisieren an ihren Puppen. Beruflich verfolgte sie jedoch anfangs andere Ziele. Schon als Vierjährige hatte sie mit dem Tanzen begonnen. Sie bekam in einer professionellen Gruppe eine Stelle und trat – in sowjetischer Zeit – unter anderem in Moskau und der Ukraine auf.

Leidenschaft zum Beruf gemacht

Dann stand eine Ausbildung als Choreografin an. Die damals 24-Jährige hätte nach Südrussland gehen müssen. „Ich konnte mich damals noch nicht von meiner Mutter trennen“, erzählt sie. So habe sich der Traum zerschlagen. Starkmann arbeitete zunächst als Erzieherin. Später beschloss sie, ihre Leidenschaft fürs Frisieren zum Beruf zu machen.

1999 besuchte sie ein Jahr lang eine Schule in ihrem Heimatort Kohtla-Järve, der viertgrößten Stadt Estlands. Im zweiten Halbjahr sammelten die Schülerinnen praktische Erfahrungen mit Kunden. „Der Schule ist ein Salon angegliedert“, berichtet Starkmann. Die Haarschnitte kosteten nichts. Der Laden sei immer voll gewesen, so dass es für die 24 Lehrlinge ihres Jahrgangs immer genug zu tun gab.

Nach der Prüfung hat die Friseurin noch ein halbes Jahr lang in Estland gearbeitet. Dann gründete sie eine Familie und bekam zwei Kinder. Ihr damaliger Mann, von dem sie sich vor acht Jahren getrennt hat, wollte nach Deutschland. In Göttingen lernte Starkmann Deutsch, ihre dritte Sprache nach Estnisch und Russisch.

Der Wunsch, sich selbstständig zu machen

Als die Kinder älter waren, arbeitete sie in verschiedenen Salons in Teilzeit. Dabei wuchs ihr Wunsch, sich selbstständig zu machen. Eine Angestellte, erklärt sie, könne ihre Vorstellungen nur begrenzt umsetzen. „Dass ich seit 2012 einen eigenen Salon habe, liegt an der Unterstützung meines neuen Lebensgefährten“, berichtet Starkmann.

Andreas Rotermel (50) stammt aus der kasachischen Stadt Karaganda, die wie einst das estnische Kohtla-Järve zur Sowjetunion gehörte. Rotermel lebt seit 24 Jahren in Deutschland. Er ist als Berufskraftfahrer täglich zwischen Hamburg und Frankfurt unterwegs. Starkmann abolvierte 2011 an der Maridel-Schule ihrer alten Ausbilderin Marina Kulkova in Estland einen Halbjahreskurs zur Meisterin.

Zurück in Deutschland fand Starkmann geeignete Räume in Weende, in der Petrikirchstraße 22. Mit ihrem Lebensgefährten baute sie den 37 Quadratmeter großen Laden um und richtete den Salon ein. „Der Standort ist gut“, freut sich Starkmann. Vor ihrer Haustür kreuzt sich die Straße, die Tegut mit dem Altdorf verbindet, mit der Straße zwischen Uni-Nord und dem Gewerbegebiet Lutteranger.

Von Michael Caspar

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