Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Kitastreik Ab Freitag droht unbefristeter Kita-Streik
Nachrichten Wirtschaft Themen Kitastreik Ab Freitag droht unbefristeter Kita-Streik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:40 04.05.2015
Könnten ab Freitag tagelang geschlossen bleiben: kommunale Kindertagesstätten. Quelle: Hinzmann
Anzeige
Göttingen/Duderstadt/Northeim

Allein in Göttingen gibt es 13 kommunale Kitas. Ob es Notgruppen geben werde, sei noch nicht abzusehen, sagt Göttingens Verwaltungssprecher Detlef Johannson.

Man bemühe sich aber darum. Klar sei, dass Eltern ab dem vierten Streiktag – das wäre der Freitag – Teile des gezahlten Elternbeitrags zurückbekämen.  „Die Rückerstattung erfolgt ohne Antragstellung aufgrund der Mitteilungen aus den Kita“, sagt Johannson.

„Unsere Satzung sieht eine Rückzahlung der Beiträge derzeit nicht vor“, erklärt hingegen Bettina Steinmetz für die Duderstädter Stadtverwaltung. Es sei aber bereits ein Verfahren zur rechtlichen Prüfung in Gang gesetzt worden. Außerdem werde derzeit über die Einrichtung von Notbetreuungsgruppen beraten, die während des Streiks in den kommunalen Kindertagesstätten in Desingerode, Breitenberg und Fuhrbach notwendig werden könnten.

„Die Eltern werden rechtzeitig über die Kitas informiert“, verspricht Steinmetz.

In der Stadt Northeim wären zehn Einrichtungen – acht Kindergärten und zwei Horte – von einem Streik betroffen. „Wir haben uns auf ein eingeschränktes Angebot eingestellt“, sagt Jörg Dodenhöft, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. In welchem Ausmaß, stehe noch nicht fest. Sollte es zu Schließungen einzelner Kitas kommen, sei das sehr bedauerlich „für die Eltern“.

Die Stadt werde Notfallangebote organisieren. „Das werden wir situativ an jedem Morgen entscheiden.“ Näheres könnten Mütter und Väter an Streiktagen unter Telefon 0 55 51 / 96 62 77 oder 96 62 79 erfragen. „Wir werden auch Aushänge an den Kitas machen“, sagt Dodenhöft.

Wenn es zum Streik kommt, werden voraussichtlich auch Einrichtungen des Landkreises Göttingen  betroffen sein, vor allem der Allgemeine Sozialdienst (ASD) und die Familienhilfe. „Derzeit wird versucht, einen Notdienst für alle drei Standorte in Göttingen, Hann. Münden und Duderstadt zu organisieren“, sagt Behördensprecher Ulrich Lottmann.

„Dieser Notdienst soll die Handlungsfähigkeit des Jugendamts in Notfällen gewährleisten, der Kinderschutz muss gesichert sein. Beratungsangebote werden jedoch deutlich eingeschränkt, Termine abgesagt werden müssen.“

Von Katharina Klocke, Nadine Eckermann und Andreas Fuhrmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige