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Für den Fachhandel bleibt die Nische

Weinhandlung Bremer, Teil 12 Für den Fachhandel bleibt die Nische

Die Georg-August-Universität feiert in diesem Jahr ihr 275-jähriges Bestehen. Das haben Inhaber der ältesten Göttinger Geschäfte zum Anlass genommen, die Aktion 200plus zu initiieren. Ein gutes Dutzend Unternehmen kann auf eine mehr als 200-jährige Geschichte zurückblicken. Das Tageblatt stellt sie in einer Serie vor. Heute: Weinhandlung Fr. Bremer.

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Im Weinkeller in der Oberen Karspüle: Philipp Bremer führt die Firma in siebter Generation.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. „Es spricht viel gegen uns“, meint, Philipp Bremer (44), in siebter Generation Geschäftsführer der Weinhandlung Fr. Bremer in der Barfüßerstraße 10. Die Zahl der von Inhabern geführten Fachgeschäfte nehme ab. In den Hauptstraßen der Fußgängerzonen fänden sich fast nur noch Filialisten. Hinzu komme die Konkurrenz auf der Grünen Wiese.

Mittlerweile verkauften bereits Baumärkte Weine. Weniger als zehn Prozent dieses Produkts würde noch vom Facheinzelhandel vertrieben. Zudem sei der Alkoholkonsum insgesamt rückläufg.

„Was mir den Rücken stärkt, ist die lange Unternehmenstradition“, meint Bremer. Die Verantwortung werde ihm alle zwei Jahre besonders bewusst. Dann träfen sich die Nachfahren des Firmengründers in der Oberen Karspüle zu einem großen Familienfest. Genau besehen habe die kleine Marktnische durchaus auch ihre Vorteile. „Wir müssen keine Mainstream-Produkte anbieten“, stellt der studierte Weinbauer klar. Ein guter Tropfen liege durchaus im Trend. Die Menschen wollten sich etwas Besonderes gönnen. Das Qualitätsbewusstsein steige.

„Zudem wissen die Menschen heute wieder ein freundliches Gespräch im Geschäft zu schätzen“, beobachtet Bremer. Gut komme der Familiensinn an. Bei ihnen packten alle Generationen mit an. Natürlich müsse ein Geschäft mit der Zeit gehen. Nachdem er 1996 ins Unternehmen eingetreten sei, habe er die Ladengeschäfte in der Barfüßerstraße und in Holtensen modernisiert.

Heute seien bei Weinproben die Hälfte der Besucher unter 30 Jahren alt. Und auch über einen Online-Shop verfügt das Traditionsunternehmen. „Wir setzen auf Beratung“, sagt der Händler. Aber wenn der Kunden wisse, was er wolle, dann könne er auch um 22 Uhr noch Bestellungen aufgeben.“ Spezialitäten, wie besondere Champagnersorten, würden auch von Auswärtigen geordert.

Von Michael Caspar

Barfüßerstraße 10: Georg Friedrich und Ruth Bremer 1971.

Barfüßerstraße 10: Georg Friedrich und Ruth Bremer 1971.

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