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Von der Schraube bis zum Stahlträger

Lünemann GmbH & Co. KG, Teil 10 Von der Schraube bis zum Stahlträger

Die Georg-August-Universität feiert in diesem Jahr ihr 275-jähriges Bestehen. Das haben Inhaber der ältesten Göttinger Geschäfte zum Anlass genommen, die Aktion 200plus zu initiieren. Ein gutes Dutzend Unternehmen kann auf eine mehr als 200-jährige Geschichte zurückblicken. Das Tageblatt stellt sie in einer Serie vor. Heute: Lünemann.

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Vor dem Firmensitz in der Grätzelstraße: Geschäftsführer Josef Petermann und Klaus Günther (rechts).

Quelle: Pförtner

Göttingen.. „Der Markt wird immer schnelllebiger. Das erschwert es, auf lange Sicht zu planen“, meint Josef Petermann (64). Seit 26 Jahren ist er Geschäftsführer beim Göttinger Handelsunternehmen Lünemann. Dort decken Geschäftspartner aus Industrie und Handwerk sowie Heimwerker ihren Baubedarf. „Wenn es heute eine Krise gibt, erreicht sie die Region sofort“, ergänzt der Geschäftsführende Gesellschafter Klaus Günter (43).

Aufmerksam verfolgen die beiden derzeit die Anstrengungen zur Rettung des Euros. Petermann: „Die Finanzmarktkrise von 2009 haben wir mit Kurzarbeit glimpflich überstanden. Seither erholt sich das Unternehmen.“

Die tragende Säule der Firma ist mit 40 Prozent des Umsatzes der Stahlhandel. „Wir sind in Göttingen der einzige Anbieter mit eigener Lagerhaltung“, sagt der Geschäftsführer. Lünemann versorge Kunden in Radius von 60 Kilometern mit kleineren Mengen. Vier Lkw transportierten die bis zu 15 Meter langen Stahlträger zu den Kunden.

„Mit dem Stahlhandel ist Lünemann im 19. Jahrhundert während der Industrialisierung groß geworden“, berichtet Petermann. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ sich dieses Geschäft nicht mehr am damaligen Stammsitz der Firma in der Kurzen-Geismar-Straße abwickeln. Das Unternehmen erwarb damals von der Bundesvermögensverwaltung einen Teil des ehemaligen Flughafengeländes in der Grätzelstraße, wohin der Stahlhandel dann in den 60er-Jahren ausgelagert wurde.

1972 folgte der Geschäftsbereich Sanitär und Heizung, den das Unternehmen nach dem Krieg aufgebaut hatte. In der Ausstellung, seinerzeit der ersten ihrer Art in Göttingen, suchen sich Privatkunden begleitet vom Handwerksmeister, der den Einbau übernimmt, ihr Bad aus. „Das können sie nicht übers Internet kaufen“, stellt Günther klar. Auch 3D-Animationen und virtuelle Rundgänge ersetzten den Eindruck vor Ort nicht.

1993/95 entstand in der Gräztelstraße 13-15 die dritte Halle. Dort bietet Lünemann seither unter anderem Haustechnik, Betriebsausstattungen, Baubeschläge und Bauelemente. „In den vergangenen Jahren ist der Bereich Arbeitsschutz stark gewachsen“, sagt Günther. Die Zeiten, wo Handwerker in Jeans und Turnschuhen arbeiteten, seien vorbei. Und was bringt die Zukunft: „Allmählich steht die Sanierung der Hallen an, die in die Jahre gekommen sind“, meint Petermann. Darum müssten sich seine Nochfolger kümmern. Er gehe 2013 in den Ruhestand.

Von Michael Caspar

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