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Preispolitik

Autoclub fordert Maßnahmen gegen hohe Benzinpreise

Benzinpreise: Der Automobilclub ACE hat politische Maßnahmen zur Überprüfung der Preispolitik der Konzerne gefordert. Heute koste das Fass Rohöl etwa 80 Dollar, es würden aber bis zu 13 Cent mehr pro Liter Super verlangt. „Es gibt überhaupt keinen vernünftigen Grund, die Preise für Kraftstoffe weiter zu erhöhen", sagte ACE-Präsident Wolfgang Rose.
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Seit 1999 ist der Benzinpreis um 41 Cent gestiegen.

Seit 1999 ist der Benzinpreis um 41 Cent gestiegen.

© dpa (Archiv)

Vor dem Hintergrund der kräftig gestiegenen Benzinpreise hat der Automobilclub ACE politische Maßnahmen zur Überprüfung der Preispolitik der Konzerne gefordert. ACE-Präsident Wolfgang Rose sagte der „Bild“-Zeitung (Donnerstag): „Eine Handvoll Großkonzerne kann Millionen Verbrauchern Einheitspreise diktieren - wir fordern von der Politik Maßnahmen gegen Wucherpreise und Ölpreisspekulanten.“ Notfalls müsse es eine Marktentflechtung geben, um wirklichen Wettbewerb herzustellen.

Zur Begründung erklärte der Automobil Club Europa, der Preis für ein Fass Rohöl habe 2008 auf dem Rekordhoch von 150 Dollar gelegen. Damals seien an der Zapfsäule 1,30 Euro pro Liter Superbenzin verlangt worden seien. Heute koste das Fass Rohöl etwa 80 Dollar, es würden aber bis zu 13 Cent mehr pro Liter Super verlangt. „Dafür gibt es keine marktwirtschaftlich begründete Erklärung. Es gibt überhaupt keinen vernünftigen Grund, die Preise für Kraftstoffe weiter zu erhöhen. Wir sehen vielmehr reichlich Spielraum nach unten“, sagte Rose.

Der Mineralölwirtschaftsverband rechtfertigt die aktuelle Preisentwicklung mit deutlich höheren Einkaufspreisen am Großmarkt für Benzin in Rotterdam. Am Ölmarkt werde außerdem auf steigende Nachfrage spekuliert, weil im Frühjahr die Autosaison in den USA (driving season) beginnt und mit einer konjunkturellen Erholung gerechnet wird.

Rose hält diese Argumentation nicht für stichhaltig: „Die Ölmultis haben Förderrechte, Lager, Raffinerien und Tankstellen. Sie profitieren auch von Spekulationsgeschäften.“

dpa


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