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Abwrackprämie: Der Topf leert sich rapide

Aufstockung gefordert Abwrackprämie: Der Topf leert sich rapide

Der Topf für die Abwrackprämie könnte nach Ansicht der Autohändler in wenigen Wochen ausgeschöpft sein. Bereits Ende dieses Monats könne es so weit sein, heißt es beim Zentralverband des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK).

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Wer ein gängiges Modell sucht, kann schnell bedient werden - und hat die Prämie sicher.

Quelle: Jörg Koch/ddp

Dessen Präsident Robert Rademacher fordert deshalb ebenso wie Autohersteller und der ADAC, mehr Geld für die Prämie bereitzustellen. Bisher reicht das Budget für 600.000 Autos und ist bis zum Jahresende befristet.

„Wir können rund 420.000 mit einer Umweltprämie hinterlegte Kaufverträge vorlegen“, sagte Rademacher gestern im Vorfeld der Internationalen Handwerksmesse in München. Das wären doppelt so viele, wie bisher beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) registriert wurden. Der Unterschied erklärt sich aus dem Antragsverfahren: Der Antrag auf die Prämie kann erst gestellt werden, wenn das neue Auto zugelassen und das alte nachweislich verschrottet ist. Bei dem Bafa liegen bisher vor allem Anträge von Käufern, die ihr Wunschauto auf dem Hof des Händlers gefunden und direkt mitgenommen haben.

Wer sein Auto dagegen beim Hersteller bestellt hat, muss teilweise mehrere Monate warten – konnte es also noch nicht zulassen und den Antrag stellen. In dieser Warteschleife hängen nach Angaben des ZDK 200.000 Kunden. Erst vom 30. März an haben sie die Möglichkeit, sich die Prämie auch vor Lieferung des Autos reservieren zu lassen.

Die Prämie heizt vor allem die Nachfrage nach Kleinwagen an und beschert den Autohändlern derzeit eine Sonderkonjunktur. Auf sie werde allerdings ein Loch folgen, warnte Rademacher. Die Autobranche hofft auf ein Ende ihrer Krise Anfang 2010. Um die Zeit bis dahin in Deutschland zu überstehen, sei staatliche Überbrückung per Abwrackprämie bis Ende 2009 nötig – auch wenn dafür erheblich mehr als die geplanten 1,5 Milliarden Euro nötig wären.

Machbar sei das, weil sich die Prämie zu rund drei Vierteln selbst finanziere, sagte Rademacher. So viel mache die durchschnittlich beim Kauf fällige Mehrwertsteuer aus.

Besonders profitiert von der Abwrackprämie VW. Auf die Hauptmarke aus Wolfsburg entfalle mit rund 100.000 Verträgen ein Viertel aller mit der Prämie verbundenen Käufe, berichtet der ZDK. Weitere 49.000 Verkäufe kämen auf die Konzerntochter Skoda.

Trotz des aktuellen Booms bleibe die Lage des Kfz-Gewerbes grundsätzlich prekär, sagte Rademacher. 2008 hätten 650 von noch 39 100 Betrieben schließen müssen. Kfz-Händler und Werkstätten schrieben insgesamt erstmals rote Zahlen. Die negative Rendite liege 2008 zwischen 0,2 und 0,5 Prozent.

von Thomas Magenheim und Stefan Winter

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