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Weltweit Air Berlin: Machnig warnt vor unseriösen Zwischenhändlern
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Air Berlin: Machnig warnt vor unseriösen Zwischenhändlern
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18:58 20.09.2017
Air-Berlin-Übernahme: Matthias Machnig (SPD) setzt auf seriöse Interessenten wie Lufthansa, Condor oder Easy Jet. Quelle: dpa
Berlin

Mit Blick auf die entscheidende Sitzung des Gläubigerausschusses an diesem Donnerstag sagte Machnig im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Das wäre die schlechteste Lösung, wenn solche Interessenten zum Zuge kämen“, die auf einen schnellen Euro hofften, sich in Wahrheit aber nur als Zwischenhändler von Anteilen betätigen wollten. Zu den „seriösen Interessenten“ zählte Machnig unter anderem Lufthansa, Easy Jet und Condor/Thomas Cook.

Der Bund habe das Interesse, dass Bieter bei Air Berlin zum Zuge kämen, die wichtige Teile des Unternehmens weiterentwickelten, möglichst viele Arbeitsplätze sicherten und dafür sorgten, dass am Ende der Bund seinen Überbrückungskredit zurückerhalte. Das sei im Interesse der Beschäftigten, Passagiere und auch notwendig für das Kartellverfahren. „Ich gehe davon aus, dass man tarifvertragliche Lösungen finden wird und dass eine erhebliche Anzahl von Arbeitsplätzen gesichert werden kann.“

Machnig erwartet ein deutliches Wettbewerbssignal durch den Gläubigerausschuss. „Wir werden einen starken neuen Spieler zum Beispiel am Standort Berlin bekommen. Der wird für Wettbewerb auch gegenüber Konkurrenten wie Lufthansa sorgen.“ Mit der Pleite von Air Berlin sei auch das Startsignal für die Konsolidierung des europäischen Luftverkehrsmarktes verbunden. „Mehrere große Player in Europa werden sich neu aufstellen. Auch das wird dem Wettbewerb nicht schaden“, sagte der Staatssekretär.

Von RND

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