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Atomkraftwerk soll in einem Jahr stillgelegt werden

Fessenheim Atomkraftwerk soll in einem Jahr stillgelegt werden

Lange war das Atomkraftwerk Fessenheim ein Streitpunkt zwischen Deutschland und Frankreich. Jetzt rückt das von deutscher Seite geforderte Ende näher - und Frankreich beginnt, sich mit den wirtschaftlichen Folgen auseinanderzusetzen.

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Das älteste französische Atomkraftwerk Fessenheim an der Grenze zu Baden--Württemberg war lange Streitpunkt zwischen Deutschland und Frankreich – jetzt rückt die Abschaltung immer näher.

Quelle: dpa

Fessenheim. Der Tag X steht noch nicht fest - doch wenn alles nach Plan läuft, könnte das umstrittene französische Atomkraftwerk Fessenheim in rund einem Jahr vom Netz gehen. Nach jahrelangem Hin und Her könnten Gegner der Reaktoranlage an der Grenze zu Baden-Württemberg aufatmen. Vor allem in Deutschland wird schon lange die Stilllegung gefordert: Das älteste noch in Betrieb befindliche Atomkraftwerk Frankreich gilt Kritikern als Sicherheitsrisiko.

Umwelt-Staatssekretär will wirtschaftliche Einbußen abfedern

Der französische Umwelt-Staatssekretär Sébastien Lecornu ist seit Donnerstag, 18. Januar, für drei Tage in Elsass, um mit Mitarbeitern, Wirtschaftsvertretern und Lokalpolitikern zu sprechen. Denn auf der französischen Seite der Grenze gibt es nach wie vor Kritik am Ende des Kraftwerks, in dem 1200 Mitarbeiter arbeiten – Gewerkschaften und Lokalpolitiker fürchten um Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.

Ein Komitee, in dem Vertreter des Staates, der Wirtschaft und Politiker sitzen, soll über die künftige Nutzung des Standorts nachdenken. Auch die Energiesicherheit und die Infrastruktur im Elsass sollen Thema sein, hatte Staatssekretär Lecornu angekündigt. Kurz: Es geht darum, die wirtschaftlichen Einbußen aus dem Ende des Kraftwerksbetriebs abzufedern.

Auch weitere Anlagen könnten geschlossen werden

Seit Jahren fordern das Saarland, Rheinland-Pfalz und Luxemburg außerdem die Schließung der Annlage in Cattenoms, die sie für ein Sicherheitsrisiko halten. Das wurde allerdings nie von der Pariser Regierung versprochen. Das noch unter sozialistischer Führung verabschiedete Energiewendegesetz schreibt eigentlich vor, den Atomanteil an der Stromproduktion bis 2025 von 75 auf 50 Prozent zu verringern.

Der neue Umweltminister Nicolas Hulot will diesen Zeitplan aber kippen: Nach seiner Argumentation wäre das Ziel nur dann realisierbar, wenn gleichzeitig die Stromproduktion mit fossilen Energien hochgefahren wird - zulasten des Klimas. Die Regierung will sich deshalb einige Jahre mehr Zeit lassen, denn bislang hinkt Frankreich etwa beim Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich hinterher. Hulot nannte als mögliche Frist „2030 oder 2035“. Im Laufe dieses Jahres soll der neue Fahrplan vorgelegt werden - dann erstmals auch mit klaren Zielen, wann und wie viele Reaktoren abgeschaltet werden.

Von RND/dpa

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