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Weltweit Einbruch in China belastet VW
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Einbruch in China belastet VW
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15:53 09.04.2019
Ein VW Passat und ein VW Touran fahren auf einer Straße in Shanghai. Quelle: dpa
Peking/Hannover

Der chinesische Automarkt bleibt auf Talfahrt. Im März schrumpften die Verkäufe an Privatkunden nach Angaben des Branchenverbandes PCA um 12 Prozent – das war der zehnte Monat in Folge mit sinkenden Zahlen. Die Flaute schlägt sich auch bei Volkswagen nieder – die Kernmarke des Konzerns mit dem Modellen Golf, Passat und Tiguan verkauft fast jedes zweite Auto in der Volksrepublik: In China blieben die Auslieferungen um knapp 10 Prozent hinter dem Vorjahresmonat zurück – weltweit hatte das ein Absatzminus von 7,2 Prozent auf 542.700 Autos der Marke VW zur Folge.

In Deutschland und Europa lieferte die Marke VW ebenfalls weniger Autos aus: Nach den ersten drei Monaten verbuchte Volkswagen einen Rückgang um 1,9 Prozent in Europa und um 3,2 Prozent in Deutschland. Im März lieferte die Marke in Europa 183.200 Autos aus –ein Minus von 3,5 Prozent. In Deutschland gelangten 52.700 Autos und damit 3,2 Prozent weniger zu ihren Besitzern.

Im April könnte es in China nach Einschätzung des Branchenverbandes PCA wieder etwas aufwärts gehen: Zum Monatsanfang wurde die Mehrwertsteuer von 16 auf 13 Prozent gesenkt. Generalsekretär Cui Dongshu schöpft daraus jedoch nicht genug Zuversicht, um für das Gesamtjahr ein Wachstum in Aussicht stellen zu wollen. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass in den nächsten Monaten der Verkauf alternativ angetriebener Autos – also Batterie-, Hybrid- und brennstoffzellenbetriebene Wagen – leicht auf 1,7 Millionen Einheiten steigen werde, hieß es.

 China gilt als Vorreiter für die Elektromobilität, weil immer mehr Kommunen die Zulassung von Verbrennungsantrieben in den Großstädten des Landes beschränken, die vielfach unter Smog leiden. Neben den schärferen Kohlendioxid-Abgasregeln in der EU ist auch das ein Grund für viele Autobauer, den Umstieg auf Elektroantriebe zu forcieren. Die Trends in China werden immer mehr zum Taktgeber der Branche weltweit.

Von Marco Engemann

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