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Weltweit Bahn-Betriebsrat kritisiert geplanten Ausgabenstopp
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Bahn-Betriebsrat kritisiert geplanten Ausgabenstopp
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16:49 12.09.2018
Der Konzernbetriebsrat der Deutschen Bahn lehnt einen Ausgabenstopp ab. Quelle: imago/Marius Schwarz
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Berlin

Der Konzernbetriebsrat lehnt einen Ausgabenstopp bei der Deutschen Bahn ab. Die vom Vorstand in seinem jüngsten Brief an alle Führungskräfte angekündigte „Ausgabensteuerung“ sei aber nichts anderes, kritisierte das Gremium nach einer Sitzung am Mittwoch. „Sie führt in die falsche Richtung und ist untauglich. Eine Kostensteuerung behindert das Unternehmen mehr, als dass es die Bahn nach vorne bringt“, sagte der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats, Jens Schwarz.

In dem Schreiben vom 7. September, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, hatten die sechs Konzernvorstandsmitglieder mitgeteilt, dass die Bahn bis Juli um 160 Millionen Euro unter dem geplanten operativen Ergebnis (Ebit) liege. Deshalb habe man eine „qualifizierte Ausgabensteuerung“ beschlossen. Über die „inhaltlichen und prozessualen Details“ werde man später informieren, hieß es.

Brief sei „eine Bankrotterklärung“

Nach Ansicht des Betriebsrats ist der Brief „in vielerlei Hinsicht eine Bankrotterklärung“. Er gebe nur Einschätzungen und Erwartungen wieder, biete aber keinerlei Lösung der Probleme, um Veränderungen herbeizuführen. Es entstehe der Eindruck, dass der Vorstand das Vertrauen in die eigene Führungsmannschaft verloren habe.

Der Konzernbetriebsrat habe Vorstandschef Richard Lutz am Mittwoch in einem Gespräch aufgefordert, konkrete Konsequenzen zu benennen, mit denen das Unternehmen wieder wirtschaftlicher, pünktlicher und zuverlässiger werde.

Von RND/dpa

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