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Weltweit Die neusten TGV und ICE im Vergleich
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Die neusten TGV und ICE im Vergleich
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13:15 27.09.2017
Der neue ICE 4 auf einer Testfahrt: Ab Dezember 2017 soll der Hochgeschwindigkeitszug regulär auf die Schiene kommen. Quelle: dpa
Berlin

Siemens legt seine Zugsparte mit dem französischen Konkurrenten Alstom zusammen. Das Unternehmen soll seinen Sitz in Paris haben, der deutsche Elektrokonzern will eine knappe Mehrheit von über 50 Prozent halten. Zwar ist die Konkurrenz aus China groß – in Europa wäre das neue Unternehmen aber Marktführer. Für Siemens ist der neue ICE 4, der ab Dezember 2017 auf die Schiene kommen soll, das Flaggschiff – Alstom ist für seine französischen Hochgeschwindigkeitszüge TGV bekannt. Ein Überblick in Zahlen:

Siemens: Der neue ICE 4 mit zwölf Wagen

Höchstgeschwindigkeit:

250 km/h

Sitzplätze:

830

Länge:

346 Meter

Bestellung:

130 Züge (zwölfteilig und siebenteilig)

Inbetriebnahme:

Dezember 2017

Kosten:

5,3 Milliarden Euro für 130 bestellte Züge

Bauzeit:

2011-2017

Alstom: TGV 2N2 (Euroduplex)

Höchstgeschwindigkeit:

320 km/h

Sitzplätze:

556

Länge:

200 Meter

Im Einsatz:

86 Züge                                                                     

Inbetriebnahme:

2011

Der Alstom-Konzern plant ebenfalls eine neue Generation seiner TGV-Züge. Diese sollen Kosten und Energieverbrauch deutlich reduzieren. Alstom hat angekündigt, bis Ende des Jahres konkrete Designvorschläge vorzulegen. Mitte 2022 soll der neue TGV dann auf die Schiene kommen. Ob dieses Vorhaben mit der Fusion auf der Kippe steht, bleibt abzuwarten.

Der geplante europäische Zugriese aus der Siemens-Zugsparte und Alstom soll in den kommenden Jahren deutlich mehr Ergebnis abwerfen als bisher. Zum einen verspricht sich der Münchener Dax-Konzern einen Umsatzzuwachs von durchschnittlich mehr als 4 Prozent pro Jahr. Damit würde der gemeinsame Umsatz der Zuggeschäfte von Siemens und Alstom von 15,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf mehr als 20 Milliarden Euro im Jahr 2023 anschwellen.

Zudem soll die Effizienz im Geschäft steigen und mehr Gewinn vom Erlös hängen bleiben. Siemens und Alstom rechnen sich spätestens ab dem vierten Jahr der Zusammenlegung jährliche Kosteneinsparungen von 470 Millionen aus. Davon soll rund die Hälfte schon nach zwei Jahren erreicht sein. Siemens geht davon aus, dass sich das Geschäft bereits nach dem zweiten Jahr positiv im Gewinn je Aktie niederschlägt. Der Abschluss der Transaktion wird bis Ende 2018 erwartet.

Von ang/RND/dpa

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