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Weltweit Europa, einig Onlineshop
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08:00 04.12.2018
Das Geoblocking-Verbot kann Geld sparen: Einkaufswagen im Onlineshop. Quelle: imago/Eibner
Dortmund

Eine frohe Botschaft für bevorstehende Weihnachtseinkäufe: Ab dem 3. Dezember können Sie innerhalb Europas noch barrierefreier einkaufen. Online-Händler dürfen ihre Angebote nicht länger auf bestimmte Länder beschränken. Künftig gelten die gleichen Konditionen, unabhängig vom Wohnsitz. Dieses Geoblocking-Verbot kann Geld sparen. So zahlt man für einige Produkte im Ausland weniger. Etwa können Schuhe in Italien oder Spielwaren in Spanien günstiger sein.

Beim Geoblocking handelt es sich um eine geografische Abschottung des World Wide Webs. Sie funktioniert über die IP-Adresse eines jeden Rechners. Denn hier ist eine länderbezogene Kennziffer hinterlegt. So können Kunden auf die deutsche Version von Online-Shops weitergeleitet werden, wenn sie Produkte im Ausland suchen. Oder es heißt gleich ganz: „Dieses Angebot ist in Deutschland leider nicht verfügbar.“ Auch erkennt YouTube so, ob ein Inhalt angezeigt werden darf – oder nicht.

Mehr Freiheit für Weihnachtseinkäufe ist erstmal zu begrüßen. Und das Online-Shopping innerhalb der EU ist rechtlich einigermaßen risikolos: Jede Bestellung kann europaweit binnen 14 Tagen widerrufen werden.

Allerdings hat das grenzenlose Einkaufen natürlich auch einige Haken: Zum Kaufpreis kommen meist hohe Versand hinzu. Außerdem sind längere Lieferdauern gerade vor Weihnachten ein Unsicherheitsfaktor. Ganz abgesehen von ökologischen Fragen: Schließlich ist es nicht gerade umweltfreundlich, wenn ein paar Schuhe für eine kleine Ersparnis einmal quer durch Europa gefahren werden müssen.

Tobias Gostomzyk ist Medienrechtler an der TU Dortmund

Von Tobias Gostomzyk

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