Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Weltweit Otte-Kinast will schnelle Lösung
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Otte-Kinast will schnelle Lösung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:40 08.10.2018
Dürfen Landwirte Ferkel künftig selbst kastrieren? Quelle: dpa
Hannover

Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast will beim Ausstieg aus der Ferkel-Kastration ohne Betäubung aufs Tempo drücken. Die Politik, der Einzelhandel und die Verbraucher seien gefordert, möglichst schnell eine nachhaltige Schweinehaltung in Deutschland zu etablieren, sagte die CDU-Politikerin am Montag nach einem Treffen mit Branchenvertretern in Hannover: „Wir müssen jetzt handeln.“

Nach einem Beschluss der Bundesregierung sollen Ferkel in den nächsten beiden Jahren noch ohne Betäubung kastriert werden dürfen – das bisher auf den 1. Januar 2019 terminierte Verbot soll verschoben werden. Im Bundesrat waren Niedersachsen und andere Länder mit der Forderung nach einer entsprechenden Übergangsfrist noch gescheitert.

Millionen Ferkel werden wenige Tage nach der Geburt ohne Betäubung kastriert. Damit wollen Schweinehalter verhindern, dass Fleisch von Ebern einen strengen Geruch und Beigeschmack bekommt. Otte-Kinast appellierte an den Handel, bei der Vermarktung von Eberfleisch „alle Register zu ziehen“. Sollte das nicht gelingen, favorisiert die Ministerin die Kastration der Ferkel mit Lokalanästhesie. Die Bauern könnten diese auch selbst vornehmen – der Bund müsse dafür aber die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen.

Von Jens Heitmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bund und Länder wollen den Bauern 340 Millionen Euro als Dürre-Hilfe zur Verfügung stellen. Doch sie wollen auch genau wissen, wer wirklich bedürftig ist. Das stört viele Landwirte.

11.10.2018

Neue Vorwürfe gegen Autobauer Audi: Das Unternehmen soll in Südkorea Fahrgestellnummern falsch angegeben haben. Die Behörden ermitteln wegen Betrugsverdachts.

08.10.2018

Kostenlose Heißgetränke für persönliche Informationen: Die japanische Café-Kette Shiru ist mit diesem Konzept auf Erfolgskurs. Namhafte Sponsoren wie Microsoft, JP Morgan, Nissan und Suzuki sind schon mit im Boot.

08.10.2018