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Weltweit Getränkefirmen verdienen an Wasser in Dosen
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Getränkefirmen verdienen an Wasser in Dosen
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14:35 03.04.2018
Seit Februar in den USA zu haben: Die „Bubly“-Dosen von PepsiCo. Quelle: Pepsi
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Hannover

Cola, Fanta, Sprite: Alles nicht mehr angesagt, hat alles zu viel Zucker. Die Umsätze mit Softdrinks gehen zurück und die großen Getränkefirmen wie Coca-Cola und PepsiCo müssen sich was Neues einfallen lassen. Laut der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke ging der Konsum von Limonaden in Deutschland 2017 um knapp 6 Prozent zurück, der von Cola sogar um knapp 10 Prozent. Was sich dagegen gerade gut verkauft ist Wasser mit Aroma – plus 5 Prozent.

Die großen Getränkefirmen satteln also um. Auf Wasser, das nach etwas schmeckt und auch noch hip aussieht. Denn es soll zwar gesund sein, aber ja auch noch Spaß machen. Der erste Markt für neue Trendgetränke sind wie immer die Vereinigten Staaten. Da hat PepsiCo im Februar eine neue Produktlinie herausgebracht, die den trendigen Namen „Bubly“ trägt. „Bubly“ sind bunte Dosen mit aromatisiertem Mineralwasser in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Grapefruit, Erdbeere und Zitrone. Keine Kalorien, keine Süßstoffe, dafür ist auf jeder Dose ein breites Lachen aufgedruckt.

Wenig Wasser wird importiert

Die Marke LaCroix hat es vorgemacht. Das Design der Wasserdosen der Firma National Beverage Corp erinnert an Hippiestrände in Indien. Der Umsatz stieg in den USA 2016 um 63 Prozent. Das Geschäft mit dem Wasser lohnt sich also.

In Deutschland bekommt man die bunten LaCroix-Dosen bisher nur gegen horrende Versandgebühren. Die neue Bubly-Linie ist noch gar nicht zu haben. Es wird aber nicht lange dauern. Denn der deutsche Mineralwassermarkt ist lukrativ. Knapp 15 Milliarden Liter haben die Deutschen 2017 gekauft – gerade mal 8 Prozent davon wurden importiert.

Von Anne Grüneberg/RND

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