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Weltweit Google und Co. – eine globale Steuerregelung ist nötig
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Google und Co. – eine globale Steuerregelung ist nötig
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17:51 21.09.2017
EU-Kommissar Moscovici will durch eine einheitliche Körperschaftssteuer mehr Geld von digitalen Marktführern wie Google einnehmen. Quelle: dpa
Brüssel

Niemand zweifelt die Ungerechtigkeit des derzeitigen Systems der Unternehmenssteuern an. Wer seine Betriebsstätte in Deutschland, Frankreich oder einem anderen EU-Land hat, wird dort zur Berechnung der Abgaben herangezogen. Internet-Firmen, deren Rechner in weit entfernten Niedrigsteuer-Paradiesen stehen, kommen mit läppischen Beträgen davon. Diese Bestandsaufnahme ist unumstritten. Nun legt die EU einen Plan für die Phase zwei vor: gleiche Kriterien zur Berechnung der Steuern.

Wenn man sich tatsächlich auf eine gemeinsame Grundlage zur Erstellung der Körperschaftssteuer verständigen könnte, wäre dies ein Durchbruch. Der Weg erscheint einfacher und plausibler und ist wohl auch transparenter als der deutsche-französische Vorstoß, bei dem die Umsätze zur Grundlage der Berechnung gemacht und die erhobenen Beträge auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt würden. Doch die eigentlichen Probleme folgen erst dann – und auf die gibt es noch keine Antworten. Wer setzt die Steuerforderungen durch und kassiert? Ohne globale Regelung, bei der auch Steueroasen wie die Fidschi-Inseln, Hongkong oder die Bahamas mitspielen, bleibt das schönste Steuermodell ohne Wirkung – weil sich die Firmen entziehen können. Nicht nur die Kommission hat dafür keine Lösung.

Von Detlef Drewes/RND

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