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Weltweit Die Probleme bündeln sich
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19:25 09.10.2018
Saturn-Logos hängen vor dem Eingang zu einem Saturn-Markt. Quelle: dpa
Hannover

Wenn sich Unternehmen aufspalten, hoffen die Aktionäre darauf, dass die getrennten Teile am Ende mehr wert sein werden als der kombinierte Konzern zuvor. Am Beispiel von Metro und Ceconomy zeigt sich, wie trügerisch solche Erwartungen bisweilen sein können: Nach ihrer Trennung ist der Börsenwert beider Gesellschaften massiv gesunken. Allerdings ist die Aufspaltung des Mutterkonzerns dafür nicht ursächlich – auch der Aktienkurs der alten Metro AG hätte wohl unter den schleppenden Geschäften gelitten.

Bei Ceconomy bündeln sich die Probleme: Im Inland lahmt die Nachfrage bei Elektrogeräten – die Marke Saturn schwächelt in einem Maße, das ihr Überleben infrage stellt. In Russland hat dagegen Media Markt viel Geld verloren, inzwischen wurde die Tochtergesellschaft einem Wettbewerber vermacht. Und als ob die Konkurrenz von Amazon im Onlinehandel nicht schon Herausforderung genug wäre, erwächst aus dem Zusammenschluss von Medimax und Notebooksbilliger.de noch eine neue.

Hoffnungsschimmer gibt es nur wenige – aber immerhin gibt es sie: Im Sommer ist es Ceconomy gelungen, den Mobilfunkanbieter Freenet als Anteilseigner und Geldgeber zu gewinnen. Zudem könnte sich die Dauerfehde mit der Familie Kellerhals einem Ende zuneigen. Nach dem Tod des Media-Markt-Gründers und Minderheitsaktionärs Erich Kellerhals scheint eine einvernehmliche Lösung mit den Erben möglich. Da es dabei auch um viel Geld geht, ist der abermalige Absturz des Aktienkurses für diese Gespräche wenig hilfreich.

Von Jens Heitmann

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