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Weltweit Ausgangslage war miserabel
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Ausgangslage war miserabel
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20:53 02.11.2018
Die Zentrale der Nord/LB in Hannover. Quelle: dpa
Hannover

Wenn Hannover 96 am Ende der laufenden Saison nicht auf den vorderen Plätzen der Bundesliga-Tabelle landen sollte, wird das kaum jemanden überraschen – dafür sind die Voraussetzungen einfach zu schlecht. Weil der Verein weniger Geld in der Kasse hat als die Konkurrenten in München oder Dortmund, sind die Erwartungen von vornherein gedämpft: Gegner auf Augenhöhe findet man eher in Freiburg und Mainz – alles außer dem Abstieg wäre daher schon ein Erfolg.

Ähnlich miserabel war die Ausgangslage der Nord/LB beim Stresstest der europäischen Banken. Dass es mit dem Verhältnis von Eigenkapital und Kreditrisiken bei der Nord/LB nicht zum Besten steht, ist hinlänglich bekannt: Dafür hat die Bank einfach zu viele faule Schiffskredite im Portfolio. Wenn dann eine Krise simuliert wird, in der die Konjunktur einbricht und die Immobilienpreise fallen, ist das Ergebnis vorgezeichnet: Mehr als der Tabellenkeller war da nicht drin.

Wichtiger als die Platzierung selbst sind deshalb die Lehren, die die Bank und ihre Anteilseigner aus dem Niedergang der letzten Jahre gezogen haben. Die Nord/LB ist dabei, ihre Kosten zu senken und einen Großteil der Schiffskredite zu verkaufen. Da Letzteres nur mit erheblichen Abschlägen möglich sein wird, benötigt die Bank frisches Kapital. Die Suche nach einem Investor ist angelaufen – die nächsten Wochen werden zeigen, wie externe Geldgeber die bisherigen Sanierungsbemühungen beurteilen. Der Stresstest dürfte hier wenig Neues offenbart haben.

Von Jens Heitmann

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