Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Weltweit Keine Tickets mehr benötigt: Luxemburgs öffentlicher Nahverkehr wird kostenlos
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Keine Tickets mehr benötigt: Luxemburgs öffentlicher Nahverkehr wird kostenlos
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:56 21.01.2019
Personen steigen im Bankenviertel Kirchberg in Luxemburg aus der Tram. Ab 1. März 2020 können Bus- und Zugfahrten überall im Land kostenlos genutzt werden. Quelle: Harald Tittel/ dpa
Luxemburg

Während in Deutschland gerade über die Einführung eines Tempolimits auf der Autobahn diskutiert wird, läutet Luxemburg eine Verkehrswende ein: Bahn, Bus und Tram werden vom 1. März 2020 an in Luxemburg für alle Benutzer kostenlos - sofern sie in der Bahn nicht in der ersten Klasse reisen wollen. Dies teilte Mobilitätsminister François Bausch am Montag mit. „Es handelt sich um das soziale Sahnehäubchen auf einer umfassenden Verkehrsstrategie“, sagte er. Mit freier Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln sollen zudem die Straßen entlastet werden.

Mit einer Fläche von knapp 2600 Quadratkilometern ist Luxemburg so groß wie das Saarland, zweitkleinster EU-Mitgliedsstaat, 600.000 Menschen leben dort. Nach Angaben der Regierung wird es das erste Land der Welt mit komplett kostenfreien öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch in Deutschland wird immer wieder über den kostenlosen Nahverkehr diskutiert –bisher ohne großen Erfolg.

Fahrkarten werden für Pendler aus Deutschland günstiger

„Wir meinen, Fahrkarten machen keinen Sinn mehr in Luxemburg“, sagte Bausch. „Wir wollen ja, dass das neue System einladend bleibt.“ Fahrkarten braucht nur noch, wer die erste Klasse der Bahn nutzen will: Die wird auch künftig kostenpflichtig sein. Ansonsten werden in Luxemburg bei der Bahn Fahrkarten nur noch verkauft, sofern die Züge in die Nachbarländer fahren.

Jeden Tag pendeln rund 200.000 Menschen aus Deutschland, Frankreich und Belgien zur Arbeit nach Luxemburg. Auch diese Grenzgänger werden bei Bahn- und Busfahrten von der Kostenfreiheit in Luxemburg profitieren, versicherte Bausch. Fahrkarten, die in Deutschland gekauft werden, werden nur noch die Kosten in Deutschland abdecken: „Wir erwarten eine erhebliche Reduzierung der Preise. Wir befinden uns derzeit in Verhandlungen mit den Bahngesellschaften unserer Nachbarn.“

Investitionen sind geplant, Personal soll nicht abgebaut werden

Bisher wurden bereits die Kosten für die öffentlichen Verkehrsmittel in Höhe von 491 Millionen Euro pro Jahr zu etwa 90 Prozent vom Staat getragen. Die völlige Kostenfreiheit der öffentlichen Verkehrsmittel bedeutet daher zusätzliche Staatsausgaben von nur rund 41 Millionen Euro, sagte Bausch. Der öffentliche Gratis-Verkehr sei vor allem eine soziale Maßnahme: „Ich erwarte nicht, dass wegen der Kostenfreiheit viele Autofahrer auf den öffentlichen Verkehr umsteigen werden.“

Bis 2023 seien alleine bei der Bahn rund 2,23 Milliarden Euro Investitionen geplant. In den Ausbau der neuen Tram, die dreimal mehr Passagiere befördere als zunächst erwartet, sollen 388 Millionen Euro fließen. Bis 2030 sollen die Busse elektrisch fahren. „Wir werden wegen der Kostenfreiheit bei der Bahn kein Personal abbauen“, versicherte Bausch.

Von RND/dpa

Die Zahl der neu installierten Anlagen auf hoher See ist 2018 gesunken, auch an Land schwächelt der Ausbau. Die Branche fordert die Politik zu einer Anhebung der Obergrenze auf.

24.01.2019

Der Rückgang der Arbeitslosenzahl seit Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 ist einer Untersuchung zufolge nicht auf mehr Jobvermittlungen zurückzuführen. Entscheidend für die Entwicklung sind Menschen, die kaum von Arbeitslosigkeit betroffen sind.

21.01.2019

Bei der Suche nach der „Mogelpackung des Jahres“ gibt es einen deutlichen Sieger: Chipsletten von Lorenz. Bei gleichem Preis bekommen die Verbraucher 70 Gramm weniger Inhalt. Auch bei beliebten Produkten im Kühlregal und bei einer Süßigkeit fühlen sich Verbraucher betrogen.

21.01.2019