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Weltweit Mehr als Tausend Affen wurden zu Versuchstieren
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Mehr als Tausend Affen wurden zu Versuchstieren
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15:28 29.01.2018
1789 Affen wurden in Versuchen in Deutschland giftige Substanzen verabreicht. Quelle: Michael Thomas
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Köln

Für die Tierschutzorganisation „Ärzte gegen Tierversuche“ sind die Schadstoffversuche mit Affen kein Einzelfall. „Toxikologische Versuche an Affen sind leider gängig, auch in Deutschland“, sagte die Vizevorsitzende Corina Gericke. Allein für 2016 weise eine Statistik des Landwirtschaftsministeriums aus, dass in Deutschland 1789 Affen für Versuche mit giftigen Substanzen genutzt wurden. „Typisch sind dabei wiederholte Gaben über 28 Tage hinweg“, sagte die Tiermedizinerin. Im vergangenen Jahr seien 1328 Affen oral oder über Inhalation 28 Tage lang schädliche Substanzen verabreicht worden.

„Danach werden sie meistens getötet, um die Organe zu untersuchen“, schilderte Gericke. Ihre Organisation fordert eine Gesetzesänderung, um solche „unethischen Versuche an allen Tieren“ zu verbieten.

Der Autokonzern Volkswagen hatte sich am Wochenende für Versuche in den USA entschuldigt, bei denen Affen gezielt Schadstoffen ausgesetzt worden waren. Diese Tests waren Teil einer Studie, die beweisen sollte, dass die Diesel-Schadstoffbelastung dank moderner Abgasreinigung erheblich abgenommen hat.

„Solche Versuche sind auch aus wissenschaftlicher Sicht völlig irrsinnig und unsinnig“, sagte Gericke. Es könnten keine Rückschlüsse für den Menschen gezogen werden. „Tiere sind Individuen, die auch ganz individuell und unterschiedlich auf die Substanzen reagieren. Noch dazu sind sie bei den Tests in einer gestressten Ausnahmesituation.“

Auch Menschen wurden in Tests gezielt Stickoxide verabreicht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Von dpa/RND

Erst die Versuche an Affen, nun kommt ans Licht: Auch Menschen wurden giftigen Stickoxiden ausgesetzt, um deren Schädlichkeit zu testen. Die Forschungseinrichtung EUGT der führenden deutschen Autokonzerne hat die Studie finanziert. Durchgeführt wurde sie hier bei uns in Deutschland – am Universitätsklinikum Aachen.

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