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Weltweit Messe AG schließt Tochterfirma in Hannover
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Messe AG schließt Tochterfirma in Hannover
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20:09 25.02.2018
Die Deutsche Messe AG schließt ihre eigene IT-Firma. 49 Beschäftigte verlieren ihre Jobs. Quelle: dpa
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Hannover 

Die hannoversche IT-Gesellschaft Deutsche Messe Interactive (DMI) steht vor dem Aus. Nach HAZ-Informationen will die Deutsche Messe ihre Tochterfirma schließen und in Sachen Digitalisierung einen neuen Anlauf unternehmen.

Mit der Abwicklung der DMI verlieren voraussichtlich 49 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz, der Geschäftsführer soll die Firma bereits Ende März verlassen, verlautete am Donnerstag aus Unternehmenskreisen „Wir werden die Digitalisierung der Messe künftig aus dem Unternehmen heraus vorantreiben“, bestätigte ein Messe-Sprecher.

Die Messe hatte die DMI Ende 2009 mit dem Ziel gegründet, die persönlichen Daten der Messebesucher zu nutzen, um neue Geschäftsideen zu entwickeln. So konnten Aussteller und andere interessierte Unternehmen Zugang zu Mail-Adressen bekommen, um im Vorfeld oder im Nachgang von Messen neue Kontakte zu knüpfen und Interesse für ihre Produkte und Dienstleistungen zu wecken.

In der Praxis konnte die Messe-Tochter die Erwartungen aber nie erfüllen. Ursprünglich sollte die DMI nach HAZ-Informationen innerhalb von fünf Jahren einen Umsatz von 18 Millionen Euro erreichen und schwarze Zahlen schreiben. Beide Ziele habe die Gesellschaft deutlich verfehlt, verlautete aus Unternehmenskreisen.

Messe-Chef Jochen Köckler hat die DMI-Belegschaft gesternüber die Schließung informiert. Anders als die Beschäftigten im Konzern fallen die Kollegen der Tochtergesellschaft nicht unter die im Ergänzungstarifvertrag vereinbarte Beschäftigungsgarantie bis 2024. Als Abfindung sollen die DMI-Mitarbeiter dem Vernehmen nach eine Abfindung in Höhe eines Monatsgehaltes für jedes Jahr der Betriebszugehörigkeit bekommen. Insgesamt werde die Schließung der DMI die Messe 1,6 Millionen Euro kosten, hieß es.

Von Jens Heitmann

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