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Weltweit Metaller bestreiken bundesweit Betriebe
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Metaller bestreiken bundesweit Betriebe
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07:20 31.01.2018
Gewerkschafter der IG Metall stehen vor dem Werk des Unternehmens Still in Hamburg. Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie haben Metallarbeiter in mehreren Bundesländern mit ganztägigen Warnstreiks begonnen. Quelle: dpa
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Stuttgart/Friedrichshafen/Frankfurt/Main

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie haben Metallarbeiter in mehreren Bundesländern mit ganztägigen Warnstreiks begonnen. Mit Beginn der Nachtschicht am späten Dienstagabend sind unter anderem in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bremen einzelne Betriebe bestreikt worden, wie Sprecher der IG Metall in den jeweiligen Bezirken sagten.

Die Gewerkschaft verlangt sechs Prozent mehr Geld und Möglichkeiten zur Reduzierung der Arbeitszeit auf 28 Wochenstunden. Bestimmte Gruppen wie Schichtarbeiter, pflegende Angehörige oder Eltern junger Kinder sollen nach ihrer Vorstellung einen Teilausgleich für entgangenen Lohn erhalten, was die Arbeitgeber strikt ablehnen. Sie verlangen zudem, das verfügbare Arbeitsvolumen zu erhalten.

Industriezulieferer sind besonders betroffen

Seit dem Mittwochmorgen bestreiken Metallarbeiter den Autozulieferer ZF Friedrichshafen. „Rund 15 Mitarbeiter besetzen seit 5.00 Uhr die Werktore“, sagte Enzo Savarino, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben. Die IG Metall erwartet, dass sich im Laufe des Tages mehrere Tausend Mitarbeiter am Standort des Autozulieferers an dem Ausstand beteiligen. Die Produktion von Getrieben und Fahrwerken für Nutzfahrzeuge im ZF-Werk soll laut Savarino am Mittwoch weitgehend ruhen.

In Bremen legten rund 20 Angestellte des Industriezulieferers Gestra die Arbeit nieder. „Alle Räder stehen still“, so ein Sprecher der IG Metall. „Am Morgen geht es in großem Stil weiter.“ Bei dem Zulieferer arbeiten laut Gewerkschaft 400 Mitarbeiter. In Lippstadt in Nordrhein-Westfalen streikten beim Wälzlager-Hersteller Thyssenkrupp Rothe Erde zunächst rund 200 Beschäftigte der Nachtschicht.

Erst Samstags könnte es wieder Verhandlungen geben

Am vergangenen Wochenende waren Verhandlungen in der fünften Runde mit den Arbeitgebern in Stuttgart abgebrochen worden. Beide Seiten machten sich gegenseitig dafür verantwortlich.

Bayerns IG-Metall-Bezirkschef Jürgen Wechsler machte am Dienstag erneut klar, dass es während der aktuellen Warnstreikwelle keine neuerlichen Gespräche geben könne. Frühestmöglicher Termin für eine sechste Verhandlungsrunde wäre damit der Samstag.

Bis einschließlich Freitag sollen nach jüngsten Zählungen an die 275 Betriebe im gesamten Bundesgebiet bestreikt werden, ohne dass zuvor eine Urabstimmung stattgefunden hätte. Die Arbeitgeber wollen derweil am Mittwoch entscheiden, ob sie gegen die 24-Stunden-Warnstreiks gerichtlich vorgehen. Sie kritisierten die neuerlichen Warnstreiks der IG Metall.

Von dpa/RND

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