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Weltweit Neue Messe für E-Scooter & Co. startet im Mai in Hannover
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Neue Messe für E-Scooter & Co. startet im Mai in Hannover
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18:15 09.04.2019
Messe-Vorstand Andreas Gruchow: Die Idee zur Micromobility Expo kam von einem Mitarbeiter. Quelle: Rainer_Droese
Hannover

Diese Messe kommt zur richtigen Zeit: Vom 2. bis 4. Mai findet in Hannover erstmals die „Micromobility Expo“ statt. Sie dreht sich um kleine Elektrofahrzeuge wie E-Bikes und E-Scooter. Die kleinen Elektro-Tretroller sollen laut Bundesverkehrsministerium in diesem Frühjahr die offizielle Freigabe für Radwege und Bürgersteige erhalten – also vermutlich genau rechtzeitig zur Messe.

Veranstalter ist die Deutsche Messe AG. „Elektrokleinstfahrzeuge sind wendig, leise und vor allem umweltfreundlicher als Autos auf Kurzstrecken“, sagte Vorstand Andreas Gruchow am Dienstag bei der Vorstellung des Konzepts der Veranstaltung. Man wolle „einen weiten Bogen vom Fußgänger bis zum E-Auto spannen“. Auch der öffentliche Personennahverkehr und Fahrräder spielten wichtige Rollen.

Zu den insgesamt rund 30 Ausstellern gehören zum Beispiel Hersteller und Händler von E-Bikes und E-Scootern. Auch das Berliner Start-up Tier nimmt an der Messe teil. Es verleiht in mehreren europäischen Metropolen bereits heute E-Scooter für kurze Fahrten. Bald will es solche Verleihsysteme auch in deutschen Städten aufbauen. Ob auch Hannover auf dieser Liste steht, wollte die Firma am Dienstag nicht verraten. „Aber man kann schon heute sagen, dass Hannover aus Sicht eines E-Mobility-Anbieters wie Tier eine sehr interessante Stadt ist“, sagte ein Sprecher.

Zu den Ausstellern gehören auch viele Dienstleister, die sich nur an Firmen richten. Die ersten beiden Tage der Micromobility sind deshalb Fachbesuchern vorbehalten. Nur am Sonnabend, 4. Mai, hat die Messe auch für Verbraucher geöffnet. Sie können die Scooter und Räder dann auch direkt ausprobieren – zum Beispiel auf dem Weg vom Messe-Eingang bis zum Veranstaltungsort unter dem Expo-Dach. Eintrittskarten für den „Publikumstag“ kosten 15 Euro. Fachbesucher zahlen 75 Euro für das Drei-Tages-Ticket.

Parallel zur Ausstellung läuft ein Konferenzprogramm mit Vorträgen und Diskussionen. Dort werde man auch über kontroverse Fragen sprechen, sagte Raimund Novak, Geschäftsführer der Metropolregion Hannover, Braunschweig, Göttingen und Wolfsburg, die die Konferenz zusammen mit der Messe AG organisiert. Es gehe auch darum, „wem der Raum in der Stadt gehört“.

Am Samstag diskutieren Bundestagsmitglieder zudem über die Frage, ob Deutschland die Elektromobilität verschläft. Dazu haben die Veranstalter auch Politiker eingeladen, die privat selbst ein E-Auto fahren. „Die gibt es in allen Parteien“, sagte Novak. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hat die Schirmherrschaft für die Messe übernommen und nimmt ebenfalls teil.

Ideen von Angestellten

Die Idee zur Micromobility Expo habe ein Mitarbeiter der Messe AG vor rund einem Jahr gehabt, erklärte Vorstand Gruchow. In den nächsten Wochen werde man weitere neue Veranstaltungsideen vorstellen. Aufgrund des Endes der Cebit habe man Kapazitäten für die Umsetzung. Die Ideen seien aber schon vor dem Cebit-Aus entstanden.

Die Micromobility Expo wird in diesem Jahr noch keine Riesenmesse: Sie belegt nur einige Pavillons unter dem Expo-Dach und damit nur einen Bruchteil des riesigen hannoverschen Messegeländes. Rund 2000 bis 3000 Fach- und Privatbesucher werden erwartet. Doch falls die E-Scooter in Deutschland gut ankommen, könnte sie im nächsten Jahr schon deutlich größer werden.

Von Christian Wölbert

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