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Weltweit Mitarbeiter sollen BASF betrogen haben
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Mitarbeiter sollen BASF betrogen haben
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14:09 12.02.2018
Der BASF ist durch den Betrug mutmaßlich ein Millionenschaden entstanden. Quelle: dpa
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Ludwigshafen

Mehrere BASF-Mitarbeiter und Verantwortliche externer Firmen stehen im Verdacht, den Chemieriesen mit Scheinrechnungen um einen Millionenbetrag geprellt zu haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern am Montag mit. Nach Angaben der Ermittler hatten interne Untersuchungen im vergangenen Jahr den Verdacht aufkommen lassen, dass externe Firmen zusammen mit vier BASF-Mitarbeitern in den vergangenen Jahren den Einsatz von Arbeitskräften am BASF-Standort Ludwigshafen unrechtmäßig abgerechnet haben.

Rechnungen ohne entsprechende Leistung

Einer der BASF-Mitarbeiter ist inzwischen gestorben, so dass noch gegen drei Mitarbeiter ermittelt wird. Außerdem wurden Ermittlungen gegen fünf Verantwortliche der beteiligten externen Firmen Ermittlungen aufgenommen. Das berichtet die Ludwigshafener Tageszeitung „Die Rheinpfalz“. Es sollen Rechnungen gestellt worden sein, denen keine entsprechenden Leistungen zugrunde lagen.

In diesem Zusammenhang bestehe auch der Verdacht der Bestechlichkeit beziehungsweise der Bestechung, so die Ermittler. „Der mutmaßliche Schaden, der der BASF dadurch möglicherweise entstanden ist, beläuft sich auf Millionenhöhe.“ Informationen der „Rheinpfalz“, wonach es um einen zweistelligen Millionenbetrag geht, wollte ein BASF-Sprecher nicht bestätigen.

Am 30. Januar waren Arbeitsplätze und Wohnungen der BASF-Mitarbeiter sowie von fünf Vertretern externer Firmen durchsucht worden. Es wurden Unterlagen und Daten sichergestellt, die nun ausgewertet werden. „Zu der Frage, ob sich die Beschuldigten bereits zu den Vorwürfen geäußert haben, mache ich derzeit keine Angaben“, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt in Kaiserslautern, Udo Gehring, auf Anfrage mit.

Die verdächtigen Mitarbeiter haben mit Personalleasing zu tun

Nach Angaben des BASF-Sprechers haben die unter Verdacht stehenden Firmen mit Personalleasing zu tun. Welche Arbeitskräfte sie vermittelten, könne er nicht sagen. Die BASF-Mitarbeiter, die laut Staatsanwaltschaft einer unteren Führungsebene angehören, hätten eng mit den Firmen zusammengearbeitet. Die Tatsache, dass der Fall bei einer internen Überprüfung bemerkt worden sei, sehe er als Beleg dafür, dass die Sicherheitsmechanismen des Unternehmens griffen. Die Mitarbeiter wurden nach seinen Angaben freigestellt.

Von dpa/RND

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