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Weltweit Nonnen zwingen Waffenhersteller zu mehr Transparenz
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Nonnen zwingen Waffenhersteller zu mehr Transparenz
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14:16 10.05.2018
Eine automatische Schusswaffe. Quelle: AP
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Southport

Die Aktionäre stimmten bei der Hauptversammlung am Mittwoch für einen entsprechenden Vorschlag, den eine religiöse Aktivistengruppe gegen Waffengewalt eingebracht hatte.

„Die Anteilseigner haben gesprochen und wir werden unsere Pflicht erfüllen und zu gegebener Zeit einen Report vorbereiten“, sagte Ruger-Chef Christopher Killoy. Das Unternehmen soll erklären, ob es Pläne hat, sicherere Produkte zu entwickeln und mehr gegen Waffengewalt zu tun. Für Ruger ist das Votum eine Niederlage, laut US-Medien hatte die Firma wochenlang Stimmung dagegen gemacht.

Ruger-Chef Killoy machte aus seiner Abneigung auch keinen Hehl: „Der Vorschlag kann nicht ändern, was Ruger ist und wofür wir stehen.“ Er könne das Unternehmen auch nicht zwingen, sein Geschäft zu verändern, das „legal und von der Verfassung geschützt“ sei. Killoy sprach von „fehlgeleiteten Prinzipien von Gruppen“, die keine Waffen besäßen und am liebsten hätten, dass Ruger sein Geschäft aufgebe.

Bank of America und Citigroup mit Maßnahmen gegen Waffengewalt

Treibende Kraft der Abstimmung war eine von Nonnen gestartete Initiative gewesen. Sie hatte nach eigenen Angaben vor rund zwei Jahren angefangen, Aktien von Ruger und anderen Waffenherstellern zu kaufen, um die Konzerne in die Verantwortung nehmen zu können. Im Zuge des Parkland-Massakers, bei dem im Februar 17 Menschen an einer High School im US-Bundesstaat Florida erschossen wurden, ist die Waffenindustrie in den USA stark unter Druck geraten.

Die Protestwelle hat nicht nur die Hersteller, sondern auch Investoren und Geldgeber wie Fondsgesellschaften und Banken erfasst. Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock etwa, der auch größter Aktionär bei Ruger ist, hatte kürzlich eine Reihe von „waffenfreien“ Anlageprodukten angekündigt. Auch große Geldhäuser wie Bank of America und Citigroup gaben Maßnahmen gegen Waffengewalt bekannt. Die US-Waffenlobby ist aber stark und wehrt sich nach Kräften.

Von RND/dpa

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