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Weltweit Zahl der Finanzberater soll steigen
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Zahl der Finanzberater soll steigen
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16:05 04.12.2018
Swiss-Life-Deutschland-Chef Jörg Arnold setzt auf Wachstum. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Der Schweizer Versicherungskonzern Swiss Life will sein Geschäft in Deutschland deutlich ausbauen. Bis 2021 soll die Zahl der Finanzberater von rund 3.500 auf 4.250 steigen, die Einnahmen aus Gebühren und Provisionen sollen sich ebenfalls erhöhen. „Wir wollen das Financial Home der deutschen Mittelschicht werden“, sagte Deutschland-Chef Jörg Arnold am Dienstag.

Swiss Life ist hierzulande in zwei Bereichen aktiv: Die Sparte Lebensversicherungen wird vom bayerischen Garching aus geführt, den Finanzvertrieb steuert der Konzern seit der Übernahme des AWD von Hannover aus. Nach Einschätzung von Arnold profitiert das Unternehmen von zwei gegenläufigen Trends: Während das Bedürfnis nach Beratung über die finanzielle Absicherung im Alter wachse, schrumpfe parallel die Zahl der Finanzberater, weil die Konkurrenz im Vertrieb Stellen streiche.

Swiss Life will diesen Service ausbauen: Die Beratung ziele auf Haushalte mit einem Einkommen von bis zu 100.000 Euro im Jahr, sagte Arnold. Insbesondere bei der jüngeren Klientel sieht sich das Unternehmen gut positioniert – 70 Prozent der Neukunden kämen aus der Altersgruppe von 20 bis 35 Jahren. Das führt Arnold auch darauf zurück, dass die eigenen Berater mit durchschnittlich 37 Jahren deutlich jünger sind als in der Branche üblich; dort liege der Altersdurchschnitt bei 52 Jahren.

Von der klassischen Lebensversicherung mit Garantiezins hat sich Swiss Life im Neugeschäft verabschiedet. Man biete inzwischen Produkte an, bei denen der Kunde sein eingezahltes Geld garantiert zurückbekomme. Damit bleibe mehr Kapital übrig, um über alternative Anlagen eine höhere Rendite zu erwirtschaften, hieß es. Die „Schweizer Solidität“ sei hier ein Grundstein für das Vertrauen der Kunden.

Von Jens Heitmann

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