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Weltweit Zahl der Einbrüche im Vergleich zum Vorjahr gesunken
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Zahl der Einbrüche im Vergleich zum Vorjahr gesunken
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15:50 22.09.2017
Quelle: © BrianAJackson - depositphotos.com

Es ist so schnell passiert: Nach Feierabend ist das Fenster aufgedrückt, und Wertsachen sind verschwunden. Einbrüche geschehen in den unterschiedlichsten Wohngegenden und betreffen auch Haushalte, in denen es wenige Dinge von Wert gibt. In diesem Fall gilt: Gelegenheit macht Diebe. Unzulängliche Sicherung der Fenster und Türen etwa verleitet zum Einbruch, auch wenn die Ausbeute mit großer Wahrscheinlichkeit gering sein wird.

Die Zahlen und Fakten aus dem Einbruch-Report 2017

Es gibt eine gute Nachricht: Im Jahr 2016 ist die Zahl der Einbrüche in Deutschland erstmals seit zehn Jahren wieder gesunken. 140.000 Versicherte haben ihre Hausratsversicherung kontaktiert und insgesamt 470 Millionen Euro Ersatz erhalten. Auch wenn das rund 10 Prozent weniger Einbrüche gewesen sind als im Vorjahr, liegt die Zahl noch immer deutlich über denen vor zehn und fünf Jahren.

Umfrage Wohnsicherheit und Einbruchdiebstahl

Die Forsa Politik- und Sozialforschung GmbH hat im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) eine breite Umfrage zu Wohnsicherheit und Einbruchdiebstahl durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Risiko in Häusern höher eingeschätzt wird als in Wohnungen (43 % bzw. 28 %) und dass viele Menschen von einem geringen Einbruchsrisiko ausgehen, weil es bei ihnen „nichts zu holen“ gibt. Das ist ein Fehlschluss: In vielen Haushalten finden sich Smartphones oder Laptops, die bei Einbrechern besonders begehrt sind, da sie leicht zu transportieren und unkompliziert zu verkaufen sind.

Zusätzliche Sicherung verringert das Einbruchsrisiko

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Einbruchspläne zu durchkreuzen. Wichtig ist bei einem Einbruch der Zeitfaktor: Die meisten Einbrecher geben auf, wenn sie nicht innerhalb von zehn bis 15 Sekunden ein Fenster oder eine Tür überwunden haben. Abschließbare Griffe und Bandseitensicherungen an Fenstern, Balkon- und Terrassentüren sowie zusätzliche Riegel an der Haustür erschweren das Eindringen erheblich. Mieter sollten sich vor dem Einbau allerdings mit den Wohnungseigentümern auseinandersetzen: Sie sind nicht verpflichtet, die zusätzlichen Sicherungen zu übernehmen, und sie müssen den Einbau genehmigen.

Außenbeleuchtungen oder Lampen, die mit einem Bewegungsmelder funktionieren, haben ebenfalls eine abschreckende Wirkung auf Einbrecher. Für zusätzliche Sicherheit sorgen geprüfte und zertifizierte Alarm- oder Gefahrenwarnanlagen. Wer Interesse an einer zusätzlichen Einbruchssicherung seiner Wohnung oder seines Hauses hat, bekommt fachkundige Hilfe bei den polizeilichen Beratungsstellen der Bundesländer. Auch der Staat fördert die zusätzlichen Schutzmaßnahmen. Die Anträge werden bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eingereicht. Pro Wohneinheit beträgt die Förderungen zwischen 50 und 1500 Euro.

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