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Weltweit Zollfahnder decken Schwarzarbeit auf Baustellen auf
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Zollfahnder decken Schwarzarbeit auf Baustellen auf
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18:50 03.04.2018
Der festgestellte Schaden summierte sich im Bereich Bremen und Hannover auf knapp 3,6 Millionen Euro, teilte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) am Dienstag mit. Quelle: Symbolbild
Hannover

 Bei Baustellenkontrollen im Norden haben Zollfahnder im vergangenen Jahr Dutzende Fälle von Schwarzarbeit und Mindestlohnverstößen aufgedeckt. Der festgestellte Schaden summierte sich im Bereich Bremen und Hannover auf knapp 3,6 Millionen Euro, teilte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) am Dienstag mit.

Die IG Bau-Bezirksvorsitzende Inge Bogatzki nannte die Zahlen „alarmierend“. Die Gewerkschaft vermutet eine viel höhere Dunkelziffer. Aufgrund des aktuellen Bau-Booms sei davon auszugehen, dass auch illegale Machenschaften auf Baustellen immer zahlreicher werden. Für eine effektive Ermittlung bräuchte der Zoll allerdings mehr Personal. Die IG Bau fordert deutschlandweit mindestens 10.000 Beamte mehr für die Ermittlung gegen Schwarzarbeit.

Die Beamte des Hauptzollamts Hannover kontrollierten im vergangenen Jahr 367 Baufirmen, 24 Prozent mehr als im Vorjahr. In 42 Fällen wurden Ermittlungsverfahren wegen nicht gezahlter Mindestlöhne eingeleitet. Der entstandene Schaden aus nicht gezahlten Steuern und Sozialabgaben habe rund 987.000 Euro betragen. Die Bremer Zöllner rückten dagegen im vergangenen Jahr nur 125 Mal aus - 47 Prozent weniger als noch 2016. Hier wurde 20 Mal ein Verfahren eingeleitet. Der Schaden betrug rund 2,6 Millionen Euro.

Von dpa

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