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Umbau der IT-Sparte

Siemens baut 4200 Arbeitsplätze ab


Bei der Neuausrichtung der Siemens-IT-Sparte (SIS) fallen insgesamt 4200 Jobs. Allein in Deutschland will der Elektronikkonzern 2000 Arbeitsplätze streichen. Die Gewerkschaften kritisierten den geplanten Abbau von Arbeitsplätzen.
Derzeit hat SIS weltweit rund 35 000 Beschäftigte, davon etwa 9700 in Deutschland.

Derzeit hat SIS weltweit rund 35 000 Beschäftigte, davon etwa 9700 in Deutschland.

© dpa

Der Elektrokonzern Siemens streicht bei der Neuausrichtung seiner IT-Sparte SIS bis 2011 weltweit 4200 Stellen, davon etwa 2000 in Deutschland. Das gab das Unternehmen am Donnerstag in München bekannt. Nach der Eingliederung der Sparte unter dem früheren Siemens-Chef Klaus Kleinfeld soll SIS in diesem Sommer wieder ausgegliedert und rechtlich verselbstständigt werden. Zum Beginn des neuen Geschäftsjahres 2010/11 (30. September) soll die Sparte dann ein komplett eigenständiges Unternehmen sein

Arbeitnehmervertreter haben mit scharfer Kritik auf den geplanten Stellenabbau reagiert. Gesamtbetriebsrat und IG Metall lehnten das Konzept entschieden ab, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Donnerstag. Weiterhin gebe es kein tragfähiges wirtschaftliches Konzept für SIS. „Zudem befürchten wir, dass die aktuellen Pläne nur die jahrelange Abfolge von Restrukturierungen fortsetzen, die vor allem aus Kostensenkungen bestehen.“

„Die ungeklärte Zukunft von über 2000 Beschäftigten, die nicht in die künftige SIS wechseln, ist für uns nicht hinnehmbar“, erklärte Siemens-Gesamtbetriebsratschef Lothar Adler. „Diese Arbeitsplätze einfach abzuwickeln wird der Verantwortung von Siemens für überwiegend langjährige Mitarbeiter in keiner Weise gerecht.“

Dieter Scheitor von der IG Metall, der auch Siemens- Aufsichtsratsmitglied ist, kritisierte, die Beschäftigten leisteten seit Jahren ihren Beitrag zur Kosteneffizienz der Sparte. „Trotzdem hat es weder grundlegende Veränderungen im Management noch ein tragfähiges Konzept gegeben. Den Versuch, diese Versäumnisse mit einer neuen Sparrunde zu kompensieren, lehnen wir ab.“

Bis 2012 plant Siemens zudem Investitionen von mehr als 500 Millionen Euro, um das Geschäft von SIS auszubauen und wettbewerbsfähig zu machen. Die bisher sieben Geschäftseinheiten der Sparte sollen im Zuge des Umbaus in zwei Säulen zusammengefasst werden, nämlich in das IT-Outsourcing- und das Lösungsgeschäft. „Wir wollen SIS auf ein langfristig solides Fundament stellen“, erklärte der Interimschef der Sparte, Christian Oecking, laut Mitteilung.

Beschäftigte der Sparte befürchteten seit Monaten harte Einschnitte und hatten dagegen immer wieder protestiert. Derzeit hat SIS weltweit rund 35 000 Beschäftigte, davon etwa 9700 in Deutschland.

dpa

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