Göttingen. Helten-Kunden gaben den Anstoß. Sie wollten wissen, wohin mit ihren Klassikern, wenn neues Mobiliar Platz braucht. Auf den Sperrmüll? Wohl kaum. Torsten Helten und der befreundete Web-Designer Pascal Rieger (Bracket Design, London) gründeten deshalb 2007 das Online-Outlet „Used-Design“ für „Hochwertmarken“. Zunächst wurde die Plattform von privaten Anbieter genutzt, die Schränke, Polstermöbel, Stühle, Leuchten und Tische in Bild und Text auf used-design.com stellten. Doch auch Einrichtungshäuser wurden auf die Plattform aufmerksam. Heute nutzen 75 bis 100 Möbelhändler in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Plattform, um Ausstellungsstücke, Überhangware, Messestücke und Möbel aus Fotoproduktionen oder Insolvenzen zu verkaufen. Mit leichten oder gar keinen Gebrauchsspuren lägen sie im Preis um bis zu 50 Prozent unter dem Listenpreis, sagt Helten. 40 000 Besucher monatlich auf der Plattform machten ihm Mut, „Used-Design“ auch stationär, sprich in Göttingen in der Herbert-Quandt-Straße 12, zu realisieren. Auch das ein Volltreffer, freut sich der 48-jährige Göttinger.
Gemeinsam mit Werner Enzmann vom Wohn- und Office-Design Reutlingen hat Helten jetzt ein „Used-Design“-Outlet in Stuttgart eröffnet. „Mitten in der Stadt“, betont er. Auf 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche in der Eberhardstraße 35-37 sind Sofas von Rolf Benz oder Sessel von Brühl zu haben.
„Eine Marktlücke“ auch in Stuttgart, sagt der Göttinger. Er kann sich vorstellen, dass es „Used-Design“ künftig auch in München, Hamburg, Berlin und Frankfurt geben wird.
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