Navigation:
eShop Online-ServiceCenter
Tarifverhandlungen

IG Metall will Jobs im Kfz-Handwerk sichern


Die IG Metall befürchtet eine Pleitewelle und einen massiven Stellenabbau im niedersächsischen Kfz-Handwerk. Die Gewerkschaft will daher in der bevorstehenden Tarifrunde den Schwerpunkt darauf legen, Jobs zu sichern.

Bezirkschef Hartmut Meine sagte am Montag in Hannover, nach der Sonderkonjunktur durch die Abwrackprämie komme es nun zu einem Konzentrationsprozess bei Autohäusern und Autowerkstätten. Es zeichne sich ab, dass diesen ein Drittel der derzeit 3400 Betriebe mit insgesamt rund 39 000 Beschäftigten nicht überleben werde.

Vor allem kleinere Betriebe seien in ihrer Existenz gefährdet. Es gebe Überkapazitäten. Dazu komme, dass Gebrauchtwagen wegen der Abwrackprämie an Wert verloren hätten, sagte IG Metall-Verhandlungsführer Wilfried Hartmann. Außerdem seien die Gewinnspannen wegen Rabattaktionen geringer geworden.

Die Gewerkschaft will nun „Auffangnetze“ knüpfen, um Beschäftigung zu sichern. Neben der in der Branche bislang nicht weit verbreiteten Kurzarbeit könne sich die Gewerkschaft vorstellen, die Arbeitszeit zu senken, ohne Entgeltausgleich. Bislang gilt im Kfz-Handwerk eine 36-Stunden-Woche mit der Möglichkeit, diese auf 30 Stunden zu senken. Meine deutete an, Vorbild könne der Tarifabschluss für die Metallindustrie sein. Dieser sieht vor, dass die Wochenarbeitszeit befristet auf bis zu 26 Stunden gesenkt werden kann.

Außerdem sei eine branchenweite Qualifizierungs- und Transfergesellschaft vorstellbar. Dies wäre „absolutes Neuland“. Die Gewerkschaft sieht dabei auch die Chance, dass Betriebe, die nicht tarifgebunden sind, wieder zum Flächentarif zurückkehren. Denn eine Transfergesellschaft würde nur für tarifgebundene Firmen gelten.

Neben dem Job-Paket fordert die IG Metall mehr Geld für die Beschäftigten. Eine konkrete Prozentzahl nannte die Gewerkschaft aber nicht.

Der Tarifvertrag im Kfz-Handwerk endet zum 30. April. Die Gewerkschaft verhandelt mit zwei Arbeitgeberverbänden - mit der Innung des Kfz-Technikerhandwerks Niedersachsen-Mitte und Osnabrück sowie dem Unternehmensverband des Kfz-Gewerbes Niedersachsen-Bremen. Ein erstes Sondierungsgespräch ist noch vor Ostern geplant. Die Verhandlungen in Niedersachsen könnten bundesweiten Pilotcharakter haben.

lni

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel
Anzeige
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Röttgen nach seiner Wahlniederlage in NRW entlassen. Wie finden Sie das?
Anzeige

Branchenführer - Handwerk Regional

Sie suchen qualifizierte Handwerker aus Südniedersachsen? Dann testen Sie unseren neuen regionalen Handwerkerführer: Hier finden Sie schnell und einfach den passenden Handwerksbetrieb für Ihr Vorhaben!

Lokales Videos

Das Unternehmen im Überblick

Die Göttinger Tageblatt Mediengruppe ist das führende Medienhaus in Südniedersachsen – ein moderner Dienstleister für Kommunikation, Nachrichten, Werbung und Druck.

E-Shop

Ganz vorne mit dabei

Egal ob regionale Veranstaltung oder internationaler Top-Show-Act. In unserem Tageblatt-Ticketshop können Sie bequem am Bildschirm die gewünschten Eintrittskarten kaufen.

Tipps rund um die Uhr

Haben Sie Lust auf Nachtleben oder Oper? Darf eine Lesung sein oder eine Ausstellung? Hier finden Sie alle Termine.

Prämien-Shop

Werben Sie einen neuen Abonnenten, und wählen Sie Ihre Wunsch-Prämie aus über 2.500 Top-Prämien.



Top