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Zucker-Konzern

Nordzucker will 300 Arbeitsplätze streichen


Der Braunschweiger Nordzucker-Konzern will in den nächsten Jahren rund 300 Arbeitsplätze streichen. Das Unternehmen bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der „Braunschweiger Zeitung“.
Die Fabrik in Groß Munzel.

Die Fabrik in Groß Munzel.

© dpa (Archiv)

Der Konzern Nordzucker beschäftigt rund 5000 Mitarbeiter, etwa 1400 davon in Deutschland. Rund 300 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden.. „Wir müssen uns innerhalb der EU auf einen sich weiter konsolidierenden Markt einstellen“, begründete der Vorstandsvorsitzende Hartwig Fuchs den Jobabbau. Der Wettbewerbsdruck werde weiter wachsen. Die europäische Zuckerindustrie kämpft noch immer mit der neuen Zuckermarktordnung, die seit 2006 den Import von Zucker aus Drittländern schrittweise erlaubt hat.

Der 50-Jährige Fuchs ist erst seit wenigen Tagen Chef des zweitgrößten Zuckerunternehmens Europas. Sein Vorgänger Hans-Gerd Birlenberg hatte Ende Januar alle Ämter niedergelegt. Birlenberg soll sich dem Vernehmen nach beim Kauf der dänischen Nordic Sugar, vormals Danisco, im vergangenen Jahr verhoben haben.

Fuchs kündigte an, alle Beteiligungen des Unternehmens auf den Prüfstand zu stellen. Ebenso sollen Einsparpotenziale weiter ausgeschöpft werden. Personal soll in der Produktion, im Einkauf, im Marketing und im Vertrieb angebaut werden. Der Jobabbau werde sozialverträglich umgesetzt, Gespräche mit den örtlichen Arbeitnehmervertretern sollen umgehend beginnen.

Der Konzern beschäftigt rund 5000 Mitarbeiter, etwa 1400 davon in Deutschland. Nordzucker deckt rund 15,4 Prozent des europäischen Marktes ab. 17 Zuckerfabriken in acht Ländern sowie zwei Raffinationsanlagen für Rohrrohzucker gehören zum Nordzucker-Konzern, der nicht an der Börse notiert ist. Daneben produziert Nordzucker auch Bioethanol sowie Futtermittel aus Zuckerrüben.

lni

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