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Eröffnung mit neuer Karte und neuen Ideen

Optimisten haben die Junkernschänke übernommen


400 Kilo ist der Tisch schwer, gearbeitet aus alter Raucheiche. Zwölf Leute können locker daran tafeln. Das Mordsmöbel in der Weinstube ist neu in der Junkernschänke, auch die passenden Bänke und vieles andere mehr. Von „Aufbruchstimmung“ spricht Küchenchef Vincent Wiener, der seit März in der Junkernschänke arbeitet. Wiener hat schon eine berufliche Weltreise hinter sich, obwohl er erst 28 Jahre ist.

Hamburger Geschäftsmann und Göttinger Architekt: Leif Nilsson und Jürgen Schenk (r.) wollen die Junkernschänke retten.

© Vetter

Bei Sterneköchen wie Joachim Wissler und Claudio Urru hat er gekocht, könnte jeden Job haben, überall – und bleibt dennoch in Göttingen. Die neue Stimmung gefällt ihm und die „geniale Persönlichkeit“ vom neuen Chef. In der Küche hat der gebürtige Bühler freie Hand, kocht Penne all arrabbiata, Rindergulasch und Tafelspitz.

Gern verlässt er auch die Küche, schwatzt mit den Gästen, holt sie bei Laune auch von der Straße. So geschehen gestern Mittag, als die Junkernschänke nach Insolvenz und Schließung das erste Mal unter neuer Regie wieder geöffnet hatte. „40 Essen auf einen Schlag“ seien mittags rausgegangen, freut sich auch Inhaber Leif Nilsson, der eigentlich über seine Firma Coffema Kaffeeautomaten verkauft und „nie Gastronom werden wollte“. Auch Kompagnon Ronald Crone ist nicht der klassische Gastronom, wenngleich er Teilhaber von Lekkerland ist und das Wiener Operncafé betreibt.

Beide haben geschäftliche Beziehungen zum ehemaligen Besitzer der Junkernschänke Daniel Bardosi gehabt, haben etwa Chambrair-Klimaschränke geliefert. Als der Insolvenzfall im September eintrat, war ein 150 000 Euro teurer Wein-Klimaschrank zwar geliefert, aber nicht bezahlt. Abholen, verschrotten oder in Göttingen einsteigen? fragte sich Nilsson. Der 67-jährige Schwede entschied sich für die Erweiterung seines geschäftlichen Portfolios um Gastronomie. Was seine Bekannten in der Hamburger Szene von der Idee hielten, will er lieber nicht wiederholen. Mit Immobilienbesitzer Jürgen Schenk war Nilsson sich rasch einig. Der Göttinger Architekt ist glücklich über „zwei ehrbare Hamburger Kaufleute, mit denen man noch per Handschlag Geschäfte machen kann“.

1,5 Mio. Euro Umsatz peilt Nilsson ab 2012, 2013 für sein neues Betätigungsfeld an. Wenn er nur 20 Prozent mehr erwirtschaften könnte, als Bardosi in 2009, dann ginge das Geschäft schon plusminusnull aus, rechnet er vor. Ohne Mehrwertsteuer wären das 850 000 Euro, verrät der Geschäftsmann.

„Wir werden sieben Jahre durchhalten“, antwortet Nilsson auf die Frage einer möglichen Durststrecke. Sieben Jahre, so lang liefen die Pachtverträge. Einig ist er sich auch mit Daniel Bardosi, den er als „Mädchen für alles“ an Bord hat. „Er ist ein netter Junge, ein toller Barkeeper und der einzige, der sich mit der Gastrotechnik im Haus auskennt“, begründet der neue Pächter seine Wahl.

Weitere „nette Leute“ für Küche, Bar und Service sucht er und verrät, womit er sie überzeugen kann: „Wir können nicht Pleite gehen.“

Von Hanne-Dore Schumacher

Kommentar von Hanne-Dore Schumacher 

Der Zeitpunkt könnte schlechter nicht sein. Rund um die Junkernschänke sprießen Gaststätten aus dem Boden, der Stellenmarkt ist abgeräumt, die Buchungen für das Weihnachtsgeschäft längst gelaufen. Woher nehmen Ronald Crone und Leif Nilsson den Optimismus für den Neustart der Junkernschänke, auf die die Szene nur noch mit einem Bedauern herabblickt? Ganz einfach: Die beiden Hamburger Geschäftsleute sind Optimisten. Die gute Laune, die der Schwede Nilsson versprüht, tut dem alten Gemäuer einfach gut. Er jammert nicht über Kosten, spricht nicht von Konkurrenz, sondern freut sich über Leben in der Stadt. Kurz: Die neuen Pächter haben die Nerven, das Geld und den Riecher für ein gutes Geschäft. Es könnte klappen.

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  • junkernschänke herbstaster – 02.11.10
    An dieser Stelle wurde durch die Redaktion ein Kommentar gelöscht, da er nicht den Nutzungsbedingungen entsprach. Die Nutzungsbedingungen für Leserkommentare auf den Internetseiten des Tageblattes finden Sie hier: http://www.goettinger-tageblatt.de/Portal-Service/Nutzungsbedingungen, tol.
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  • Kommentar financeguy ein leser – 01.11.10
    financeguy,
    ich denke sie haben eindeutig ein Problem und gönnen weder der Junkernschänke noch Herrn Nilsson den Erfolg.
    Sehr arm von Ihnen.
    Sie sollten besser einmal über ihre Finanzen sich Gedanken machen.
    Und ob es Ihnen gut geht mit Ihren Firmen oder Locations.
    Vielen Dank Denke sie sind echt dumm
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  • Re financeguy – 31.10.10
    Wen interessieren die anderen Unternehmen, wenn die Chambrair Eigentümer ist? Wenn Herr Nielssen die Chambrair gehen die Wand fahren lässt - alles nur rein hypothetisch - ist er aus der Nummer mit der Junkernschänke auch raus. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Re: financeguy – 31.10.10
    Wen interessieren die anderen Unternehmen, wenn die Chambrair Eigentümer ist? Wenn Herr Nielssen die Chambrair gehen die Wand fahren lässt - alles nur rein hypothetisch - ist er aus der Nummer mit der Junkernschänke auch raus. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • schlecht recherchiert kann lesen – 31.10.10
    Tja, da hat der "financeguy" aber sehr einseitig recherchiert. Wenn er schon im Bundesanzeiger stöbert, dann sollte er doch auch die anderen Unternehmen von Herrn Nielsson nachschlagen, bevor er hier negative Stimmung macht. Die Coffema International GmbH beispielsweise steht ganz anständig dar.
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  • Sieben magere Jahre? financeguy – 31.10.10
    Interessant ist an dieser Stelle, dass nicht etwa Hr. Nilsson persönlich, sondern seine bilanziell völlig überschuldete Chambrair GmbH als juristische Person Eigentümer der Junkernschänke ist. Herr Schenk war hoffentlich weise genug eine harte Patronatserklärung von Hr. N. zu verlangen. Denn wenn die erhoffte 20%-(bzw. 80%)ige Umsatzsteigerung nicht eintreten sollte, könnte diese schneller als erwartet zum Einsatz kommen.

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  • Kommentar von Chedi ich war mal drin – 31.10.10
    Ich muß meinem Vorredner,
    einfach mal Recht geben.
    Denke genauso wie er.
    Und solange die Junkernschänke keine schlimmen Fehler macht wird es der Nummer Eins Laden hier in Göttingen werden.
    Ich denke auch das der Schritt Herrn Wiener an Bord zuholen der einzige Richtige Schritt gewesen ist.
    Auch ein Herr Wiedekind bei Porsche hat Wunder vollbracht.

    Viel Glück der Junkernschänke
    und das Herr Bardosi diesmal alles richtig macht.
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  • Junkernschänke Chedi – 30.10.10
    Liest man die Kommentare über die neu/ wieder eröffnete Junkernschänke bekommt man den Eindruck, dass in Göttingen vorwiegend "kleine Geister" leben.
    Viele Unternehmen in Deutschland haben unter neuer Führung ihr großes Ziel erreicht. Mit ihrem neuen Küchenchef Vincent Wiener, der internationale Berufserfahrung nur in besten Häuser/Küchen gemacht hat wir die Rechnung aufgehen.
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  • Grosses Lob Ein neuer Gast – 29.10.10
    Es steht mal wieder sehr viel geschrieben.
    Auch manche negativen Dinge über Herrn Bardosi ich frage mich ob all die Leute so ein Gräul gegen diesen Mann hegen oder einfach nicht anderst können.
    Oder ob sie HIPP sein wollen ,....
    vergesst doch das alles Ihr kleinen Leute.
    Die Junkernschänke hat neu aufgemacht und ich war da.

    WOW, WOW, WOW endlich gibt es ein guten talentierten und freundlichen Koch in dieser Stadt.
    Einer der es versteht mit den Gästen zu reden und der verdammt gut kocht.

    War heute dar, wie viele andere auch
    zwar mussten wir etwas warten ( 20min) auf die Vorspeise und dann nochmals etwa 25 min auf den Hauptgang aber es hat sich gelohnt.
    Meine Frau und ich hatten das Thunfisch Tatar und das Roastbeef in der Vorspeise, unglaublich ausgewogen und fein abgestimmt.
    Im Hauptgang das Gulasch ( das Beste was ich je gegessen habe)
    und meine Frau die Muscheln.
    Einfach spitze.
    Schön das Göttingen endlich eine gute preiswerte Gastronomie bekommen hat.
    Danke Herr Wiener wir kommen wieder.

    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Junkernschänke Ein neuer Gast – 29.10.10
    Es steht mal wieder sehr viel geschrieben.
    Auch manche negativen Dinge über Herrn Bardosi ich frage mich ob all die Leute so ein Gräul gegen diesen Mann hegen oder einfach nicht anderst können.
    Oder ob sie HIPP sein wollen ,....
    vergesst doch das alles Ihr kleinen Leute.
    Die Junkernschänke hat neu aufgemacht und ich war da.

    WOW, WOW, WOW endlich gibt es ein guten talentierten und freundlichen Koch in dieser Stadt.
    Einer der es versteht mit den Gästen zu reden und der verdammt gut kocht.

    War heute dar, wie viele andere auch
    zwar mussten wir etwas warten ( 20min) auf die Vorspeise und dann nochmals etwa 25 min auf den Hauptgang aber es hat sich gelohnt.
    Meine Frau und ich hatten das Thunfisch Tatar und das Roastbeef in der Vorspeise, unglaublich ausgewogen und fein abgestimmt.
    Im Hauptgang das Gulasch ( das Beste was ich je gegessen habe)
    und meine Frau die Muscheln.
    Einfach spitze.
    Schön das Göttingen endlich eine gute preiswerte Gastronomie bekommen hat.
    Danke Herr Wiener wir kommen wieder.


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  • JS Herr K. – 28.10.10
    Schwach durchrecherchiert.....und: wenn sich angeblich nur D.Bardosi mit der Technik auskennt, ist ein Scheitern zumindest sehr wahrscheinlich......
    Das Gute ist: Bardosi verdient Geld, da hebn die Gläubiger dann einige Chancen, etwas wieder zu bekommen......
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  • Hamburger Jungs Gastro-Kenner – 28.10.10
    Das sind also hamburgische Kaufleute. Die nicht Pleite gehen können. Soviel Selbstvertrauen ist doch toll.....da können die sich doch auch den kleinen Bardosi quasi als gag leisten...... :-) Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • @ tricksy R.Ach – 28.10.10
    Mit der Rechtschreibung stimme ich voll zu. Jedoch muß man sagen, das der Inhalt zu 100% passt!
    Wie kann man denn als neuer Inhaber eines Geschäfts so drauf sein, das man sich den ehemaligen Chef (mit einem sehr schlechten Ruf) ins Boot holt?!?
    Das ist glaube ich eine sehr sehr schlechte Lösung!
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • floppy--->flopp? tricksy – 28.10.10
    Bevor man versucht einen Kommentar zu verfassen, sollte man doch in der Lage sein die deutsche Rechtschreibung richtig anwenden zu können, oder? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • junkernschänke herbstaster – 28.10.10
    "Daniel Bardosi ist ein netter Junge...".Nur zur Korrektur: Daniel Bardosi ist ein Blender und Aufschneider par exellence, realitätsfremd und grössenwahnsinnig.
    Viel Erfolg und alles Gute beim Scheitern. Es ist wohlverdient!
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  • Junkernschänke emmyliebling – 28.10.10
    Bei der PR, die das GT für die Junkernschänke macht, könnte man meinen, es wäre ein internationales Restaurant mit 5 Sternen. Keine Zeile mehr, das Kaufleute und Handwerker betrogen worden sind und zwar in einem erheblichen Ausmaß. Keine Nachfrage, warum auf einmal Herr Schenk Eigentümer der Imobilie ist. Auf das Insolvenzverfahren bin nicht nur ich gespannt. Und zum Kommentar von Frau Schuhmacher: Mit guter Laue allein ein Restaurant erfolgreich zu führen, ist wohl doch zu hoch gegriffen. Der Katzenjammer kann dann sehr schnell folgen. Und pleite gehen können die neuen Betreiber nicht ? Das hat schon macher geglaubt...... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Junkernschänke Floppy – 28.10.10
    Das die neuen Pächter nicht Pleite gehen können ist eine notwendige Eigenschaft wenn man Gastronomie mit Herrn Bardosi an Bord macht. Er hat schließlich schon Papas Geld und das des Herrn Schenk versenkt. Es ist auch eine schöne Karriere vom Geschäftsführer, Immobiienbesitzer und dicke Aut Fahrer zum "Mädchen für alles", weil man ein "netter Junge" ist. Eine herrausragnde Qualifikation. Es scheint so weiter zu gehen wie es aufgehört hat.
    Wir sind alle sehr auf den Fortschritt des Insolvenzverfahrens der "origial Junkenschänke" gespannt.
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