Schon am Dorfeingang konnten erfahrene Hoffestbesucher erkennen, dass in diesem Jahr etwas anders ist. Den Kunsthandwerkermarkt vor dem Brothofladen, direkt an der Ampelkreuzung, gab es bei früheren Festen nicht. Rund um den Stand von Ulli Sorgatz staunen die Kinder über das Feuerchen, in dem der Handwerker das Eisen geschickt formt.
Sorgatz zeigt, was er in seinem Renshäuser Betrieb für Metallgestaltung und Kunstschmiederei tut. Ein paar Schritte weiter steht Beate Hartmann und verkauft Krabbelpuschen. Die kleinen Lederschühchen „für Anfänger“ fertigt sie in ihrer Werkstatt in der Winkelgasse 3. Handgearbeitete Taschen, Keramik, Mosaikkunst und Holzarbeiten zeigen Produzenten aus der Region vor dem Brothofladen.
Keine fünf Minuten Fußweg müssen die Besucher zurücklegen, um zum Brothof zu kommen. Dort herrscht Gedränge. Groß und Klein wimmelt auf dem Gelände herum, dazwischen Musiker, Tiere und jede Menge Helfer.
„Zum Kartoffelfest bin ich jedes Jahr da“, sagt Max von Grafenstein. Der 28-jährige Sohn des Gastgebers, der als Landwirt auf einem Stadtbauernhof in Berlin tätig ist, steht an der Riesenpfanne und wendet Bratkartoffeln. Wenige Schritte weiter sind Pufferbäcker und Bratwurstwender an der Arbeit, daneben wird Kartoffelpizza gereicht. Der Chef selbst sorgt für sauberes Geschirr. Seit 25 Jahren betreibt Johannes von Grafenstein seinen Brothof in Waake. Das Kartoffelfest wird seit 20 Jahren im Oberndorf 13 gefeiert.
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