Der Kellner Heinrich Rüsseler arbeitete damals in der Landwehrschänke, einem der beliebtesten Ausflugsziele der Region. Sein Lehrherr bot ihm den Betrieb zum Erwerb an. Zeitgleich erfuhr Rüsseler vom Verkauf des Gasthauses im Rodetal. „Schon bei der Fahrt von Nörten-Hardenberg durch das schöne Rodetal muss es bei ihm gefunkt haben“, heißt es in der „Zeitreise“, die Jörg Rüsseler zu 50 Jahren Familie Rüsseler im Rodetal zusammengestellt hat.
Alte Zeitungsartikel, die die Familie über die Jahre gesammelt habe, hat er sortiert und digitalisiert. Daraus erfährt man, dass Küchenchef Wittich Rüsseler (Sohn von Heinrich Rüsseler) 1971 in Paris den „Coup Prix Pierre Taittinger“ erringen konnte. Mit seiner Frau Sigrune übernahm der junge Wittich 1973 den Betrieb der Eltern. 1975 wurde der Hoteltrakt angeschlossen.
Seit 1983 helfen die Geschwister Kerstin (Hotel- und Restaurantmeisterin) und Jörg Rüsseler (Küchenmeister) den Eltern. Vor elf Jahren übernahm Jörg Rüsseler den elterlichen Betrieb, seit 2008 zeichnet er außerdem für die Leitung von Restaurant und Küche verantwortlich.
Sommerfest
Vieles hat sich in dieser Zeit verändert. Wegen der Vogelgrippe sind die 400 Gänse, die früher unbeschwert am Haus schnattern konnten, nach Thüdinghausen umgezogen. Im Rodetal grasen nun etwa 25 schottische Hochlandrinder. Vor zwei Jahren ist der Parkplatz vor dem Hotel und Restaurant vergrößert worden. Die Terrasse wurde mit Sonnensegel ausgestattet. Auch über die Nachfolge wird nachgedacht: Jörg Rüsseler nennt in diesem Zusammenhang seine Nichte, Svenja Lechte.
Beim Sommerfest, das die Familie am Freitag, 4. September, veranstaltet, möchte Jörg Rüsseler fünf Jahrzehnte in der Region Revue passieren lassen. Dazu, so verrät er, will sein Team ein Gala-Buffet mit regionalen und überregionalen Spezialitäten zubereiten.
enz
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