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Wissen Bauernregeln Januar 2019: Bauernweisheiten und Wetterprognosen
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12:17 02.01.2019
Wie wird das Wetter im Januar 2019? Das sagen die Bauernregeln. Quelle: dpa
Hannover

Wie wird das Wetter im Laufe des Jahres, wann droht Frost, und in welchen Monaten wird es voraussichtlich warm? Um diese und viele weitere Wetterphänomene vorauszusagen, haben Landwirte bereits vor Jahrhunderten damit begonnen, Regeln aufzustellen. Sie werden als Bauernregeln oder Bauernweisheiten bezeichnet und sind auch heute noch beliebt, wenn es darum geht, frühzeitig das Wetter zu deuten.

Das sind die Bauernregeln für den Januar 2019

Für jeden Monat des Jahres gibt es eine Vielzahl an Bauernregeln und -weisheiten. Einige beziehen sich ganz allgemein auf den Monat, andere orientieren sich an konkreten Tagen, insbesondere Feiertagen. Hier finden Sie eine Reihe von beliebten Bauernregeln für den Januar:

• Die Neujahrsnacht hell und klar deutet auf ein reiches Jahr. (1. Januar: Neujahr, Hochfest der Mutter Maria)

• Wenn’s um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch stiebt. (1. Januar: Neujahr, Hochfest der Mutter Maria)

• Januar ganz ohne Schnee tut Bäumen, Bergen und Tälern weh.

• Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen.

• Kam bis Dreikönig der Winter nicht, kommt er auch bis Ostern nicht. (6. Januar: Heilige Drei Könige)

• Wenn es dem Severin gefällt, bringt er mit die große Kält’. (8. Januar: St. Erhard/Severin)

• Hat der Januar viel Regen, bringt’s den Früchten keinen Segen.

• Ist der Paulustag gelinde, gibt’s im Frühjahr raue Winde. (10. Januar: Paulus Einsiedel)

• Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer gerne heiß.

• Auf trockenen, kalten Januar folgt viel Schnee im Februar.

• Sturm und Frost an Fabian ist allen Saaten wohlgetan. (20. Januar: St. Fabian, St. Sebastian)

• Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr. (31. Januar: Vigilius von Trient)

Was sind Bauernregeln?

Bauernregeln sind alte Volkssprüche, oft in Reimform, die über das Wetter und die Folgen für die Landwirtschaft informieren. Sowohl heute als auch in der Vergangenheit war es für Landwirte wichtig, stets über das Wetter informiert zu sein und abschätzen zu können, wann es schneit, regnet oder die Sonne scheint, damit sie eine möglichst erfolgreiche Ernte haben.

Über viele Jahrhunderte hinweg beobachteten sie die Wetterphänomene genau und stellten fest, dass es im Laufe der Monate und Jahre immer wieder zu ähnlichen Zeiten besonders warm, kalt, trocken oder nass war. Sie sammelten diese Erkenntnisse, gaben sie stetig an ihre Nachfahren weiter und bauten so im Laufe der Zeit ein großes Sammelsurium an Sprüchen und Merksätzen auf. Um sich diese leichter merken zu können, gaben sie ihre Wettererfahrungen in Reimform weiter – das sind die sogenannten Bauernregeln.

Bauernregeln sagen das Wetter voraus – aber sind sie wirklich wahr?

Aus heutiger Sicht sind Bauernregeln nicht immer zuverlässig, einige von ihnen sind zudem auch ganz bewusst humorvoll zu verstehen. Trotzdem haben sich für jeden Monat des Jahres zahlreiche Bauernweisheiten etabliert, die durchaus bewährt sind.

Das waren die Bauernregeln für den Dezember 2018

• Fällt zu Eligius ein kalter Wintertag, die Kälte wohl vier Monde dauern mag. (1. Dezember, Tag des heiligen Eligius)

• Wenn’s regnet am Bibianstag, regnet’s vierzig Tage und eine Woche danach. (2. Dezember, Tag der heiligen Bibiana)

• Geht Barbara im Grünen, kommt das Christkind im Schnee. (4. Dezember, Tag der heiligen Barbara)

• Regnet’s an Sankt Nikolaus, wird der Winter streng und graus. (6. Dezember, Nikolaus)

Wenn zu Luzia die Gans geht im Dreck, so geht sie am Christtag auf Eis. (13. Dezember, Tag der heiligen Luzia)

• Ist’s an Weihnachten kalt, ist kurz der Winter, das Frühjahr kommt bald. (25./26. Dezember, Weihnachten)

• Silvesternacht wenig Wind und Morgensonn, gibt viel Hoffnung auf Wein und Korn. (31. Dezember, Silvester)

• Wie der Dezember pfeift, so tanzt der Juni.

• Herrscht im Dezember recht strenge Kält’, sie volle 18 Wochen hält.

• Kalter Dezember und fruchtbar Jahr sind vereinigt immerdar.

Das waren die Bauernregeln für den November 2018

• Allerheiligen feucht, wird der Schnee nicht leicht. (1. November)

• An Allerheiligen Sonnenschein, da tritt ein übler Nachsommer ein. (1. November)

• Bringt der November Morgenrot, der Aussaat dann viel Schaden droht.

• Novemberwasser auf den Wiesen, dann wird das Gras im Lenze sprießen.

• Bedeckt an Leonhard schon Eis den Teich, wird der Januar nass und weich. (6. November)

• Versteckt sich Martin hinter Nebelschwaden, sind die Januarwolken meist mit Regen beladen. (11. November)

• Es kündet St. Elisabeth, was für ein Winter vor uns steht. (17. November)

• Gehst zu Kathrein du mit dem Schirm aus dem Haus, sieht`s nach viel Regen im Februar aus. (25. November)

• Hängt das Laub bis November hinein, wird der Winter lange sein.

• Viel Regen im November, viel Wind im Dezember.

• Wenn der November regnet und frostet, dies leicht die Saat des Leben kostet.

• Um Andreas hell und klar, bringt uns allen ein gutes Jahr. (30. November)

• November warm und klar, keine Sorgen für das nächste Jahr.

Von RND/do

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