Führungsposition in der Wirtschaft: Renate Neumann-Schäfer.
Was hat sie bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?
Der gute Ruf der Georg-August-Universität und Göttingen als traditionsreiche Universitätsstadt waren mir sehr wichtig.
Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an …
…an spannende Diskussionen zu Wirtschaft, Politik und Hochschule in den Räumen des Öconomicums. Hier entstanden Freundschaften, die nach Jahrzehnten über weite Entfernungen heute noch bestehen.
Was war in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?
Der Tag des Rigorosums: Meine mündliche Prüfung war vorzeitig beendet, deshalb erwartete mich niemand vor der Prüfungszimmertür. Später kam die Kutsche zum Gänseliesel und der schwesterliche Kuss.
Was war Ihr Lieblingsort in Göttingen?
Das Cafe Cron & Lanz war mein Lieblingsort. Heute noch mache ich gerne dort einen Zwischenstopp für ein Stück Aida-Torte.
Welcher Hochschullehrer hat sie beeinflusst, bzw. welches Studienangebot hat sie besonderes beeindruckt?
Professor Ulrich Immenga (Rechtswissenschaften) – immer ohne Manuskript vortragend – ist mein Vorbild für Vorträge. Professor Barto Treis hat meine Flexibilität, Konsens- und Kompromissfähigkeit entscheidend beeinflusst. Professor Hans-Joachim Jarchow hat mir vorgelebt, dass man nur mit Begeisterung und viel Herzblut in seinem Beruf erfolgreich sein kann. Das immer strukturierte logische Vorgehen beim wissenschaftlichen Arbeiten von Professor Helmut Kurt Weber ist auch das Erfolgskonzept für die Bearbeitung aller Probleme und Fragestellungen in der Wirtschaftspraxis.
Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?
Tagsüber ließ ich mich gerne durch erzählte Neuigkeiten vom Studieren abhalten. Am Wochenende war es Sport wie Ski-Langlauf im Harz, Tennis am Sportinstitut und Paddeltouren auf der Weser. Auch für Spaziergänge mit guten Gesprächen war ich immer zu begeistern.
Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?
Wieder eine breit angelegt Fächerkombination BWL/VWL/Recht und mindestens ein Studienjahr an einer nicht deutschsprachigen Auslandshochschule.
Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?
„Die Zukunft liegt in unseren Händen“: Ich habe über Prognose und Planung promoviert und arbeit gerne an strategischen Fragestellungen.
Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wieder sehen?
Die neue Bibliothek, auf diesem Gelände parkte ich früher meinen R4.
Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?
- Kein Studium am Wohnort der Familie, um unabhängig und selbständig zu werden;
- Auslandssemester für eine neue Sicht auf Deutschland, Auseinandersetzung und Bewährung in einer anderen Kultur, Denken und Kommunikation in einer Fremdsprache;
- Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Theorien und Denkschulen, um im Berufsalltag erfolgreich zu sein.