Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?
Ich lebte bei meinen Eltern in Göttingen.
Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an…
… an den Stadtfriedhof, den Wall und den Hainberg.
Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?
Am 9. November 1936 kamen wir nachts in großen Scharen aus dem Ratskeller, sahen auf dem Marktplatz leuchtende mannBshohe Gerüste, nahmen sie und rannten mit ihnen auf dem Marktplatz herum. Polizisten kamen, wir kesselten sie ein und gingen nach Hause.
Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?
Der Ratskeller.
Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?
Der Chemiker Prof. Adolf Windaus kam zum Praktikum, sagte: „Guten Morgen Herr Kollege, was machen Sie denn da?“ und half uns zu verstehen, was wir machten. Der Physiker Prof. Robert Wichard Pohl hatte im Vorlesungsraum ein Schild: „Simplex Sigillum Veri“ (Einfachheit ist das Siegel des Wahren).
Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?
Mit einem Bier im Ratskeller.
Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?
Medizin und Chemie.
Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?
Friedrich Schiller: „Mut tut uns not und ein gefasster Geist, und in der Stärke müssen wir uns üben.“ (Wallenstein)
Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?
Den Ratskeller.
Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?
Freut Euch, dass ihr studieren könnt.
Prof. Bruno Benfey hält am Sonnabend, 14. November, beim Alumni-Tag 2009 der Universität Göttingen ein Grußwort. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Zentralen Hörsaalgebäude, Platz der Göttinger Sieben 5, in Göttingen.