Präsident von Alcoa Inc.: Klaus Kleinfeld.
Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?
Der gute Ruf der Universität verbunden mit der langen akademischen Tradition. Ich wollte nicht in einer Großstadt studieren, sondern in einer überschaubaren Stadt mit hoher persönlicher Atmosphäre.
Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an …
… Affenbar, Mutter Jütte, den Nörgelbuff und das Gänseliesel. Aber auch an den Harz, den Solling. Und an eine gute Atmosphäre, die den Spaß am Studium deutlich erhöht hat.
Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?
Das Entstehen der politischen Debatten rund um die Kernenergie. Viele interessante Gespräche mit Studienkollegen.
Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?
Affenbar, Nörgelbuff und Mutter Jütte, die Tennisplätze am Studentenhof sowie das Freibad.
Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?
Besonders fasziniert haben mich die Diskussionen in der Philosophie rund um die Erkenntnislehre und Wissenschaftstheorie. Überdies die Wirtschafts- und Sozial-Psychologie. Die Betriebswirtschaft war recht praxisnah und anwendungsorientiert. Insgesamt entstand daraus mehr als ein Ausbildungsangebot, nämlich ein Bildungsangebot. Das halte ich auch heute für wichtig.
Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?
Flippern in der Mensa, ein gutes Tennis-Match im Sommer, politische Diskussionen im Freibad.
Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?
Bin mit meinem Studium zufrieden, da es viele intellektuelle Freiräume bot, die ich nutzen konnte. Göttingen wurde so zu etwas ganz besonderem.
Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?
Nobody is perfect – but a team can be. Und: Work hard – Play hard: Harte Arbeit und Genuss sind zwei Seiten der selben Medaille.
Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?
Meine alte Wohnung.
Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?
Finden und folgen Sie Ihren Leidenschaften, studieren Sie das, was Sie lieben, und das mit ganzer Kraft.
Klaus Kleinfeld hält am Montag, 19. Oktober, den Festvortrag mit dem Titel „Zukunft? – Und wie!“ bei der Immatrikulationsfeier der Göttinger Universität. Die Veranstaltung im Zentralen Hörsaalgebäude, Hörsaal 011, Platz der Göttinger Sieben 5, beginnt um 17 Uhr.
In der nächsten Folge beantwortet die Fragen: Markus Hoppe. Zuletzt erschienen und unter www.goettinger-tageblatt.de/Serien nachzulesen: Eckart Pottebaum, Harald Noack, Hermann Schierwater, Lorenz Zwingmann.