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Alumni-Serie

Markus Hoppe

3000 Mitglieder hat der Verein der Ehemaligen der Georg-August-Universität, hunderttausende Alumni leben in aller Welt. Die Tageblatt-Redaktion hat in Zusammenarbeit mit der
Universität 100 prominente frühere Studierende nach ihren Erinnerungen befragt. Heute: Markus Hoppe.

Vizepräsident der Georgia Augusta: Markus Hoppe.

© Hinzmann
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Rückblick

Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?
Während eines Ferienaufenthaltes bei meiner Schwester, die in Göttingen in den 1980er Jahren studierte, begeisterte ich mich für das Göttinger Studentenleben. Insbesondere die Sommerabende auf dem Marktplatz vor dem KAZ, wo immer eine tolle Atmosphäre war, beeindruckten mich. Letztlich brachte mich die ZVS wieder zurück in meine Geburtsstadt.
Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an…
… das Zentrale Hörsaalgebäude (ZHG) 011 und Göttingen 05. Ich begann im Wintersemester 1988 zu Zeiten des Studenten-Booms zu studieren. Göttingen hatte damals rund 32 000 Studierende. Fast mein ganzes Grundstudium habe ich im größten, meist überfüllten Hörsaal ZHG 011 verbracht. In den 1970er Jahren, als ich gerade in Hagen lebte, konnte ich im Westfalen-Stadion die Partie Borussia Dortmund gegen Göttingen 05 erleben. Ein Jammer, dass der Göttinger Fußball im Niemandsland verschwunden ist.
Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?
Meine Wahl zum AStA-Vorsitzenden – trotz, oder vielleicht auch wegen der stundenlangen und häufig chaotischen Stupa-Sitzungen. In jedem Fall eine gute Ausbildung für strategisches Verhandlungsgeschick und Konfliktmanagement.
Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?
Im Sommer vor dem KAZ auf dem Marktplatz und im Winter im Apex – manchmal nur zum Bierholen, da es den günstigeren Außer-Haus-Verkauf noch gab.
Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?
Ingeborg Nahnsen, bei der ich – außerhalb meines BWL-Studiums – ein Seminar zur Sozialpolitik belegt hatte. Frau Nahnsen, die viele Göttinger auch aus der Kommunalpolitik kennen und schätzen gelernt haben, war eine starke Persönlichkeit, die Spuren hinterlassen hat.

Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?
Mit Sitzungen der Juso-Hochschulgruppe – zuerst im VG-Gebäude, dann im Berliner Hof.
Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?
Psychologie. Mit über 40 Wartesemestern könnte ich jetzt vielleicht auch den Numerus Clausus knacken.
Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?
Ich lebe seit Herbst 1988 in Göttingen, beziehungsweise Bovenden. Auch während meiner Berufstätigkeit von 1997 bis 2004 in Hannover habe ich die besondere Lebensqualität in Göttingen geschätzt. Die dank ProCity attraktiver gewordene Innenstadt, die Aula (wo mein Büro zu finden ist), die tolle Lokhalle, die neue Physik, die sanierte Sternwarte und die Burg Plesse sollten für alle, die schon länger nicht mehr in Göttingen und in der Region waren, besondere Anziehungspunkte sein.

Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?
Sich ein Jahr in der studentischen Selbstverwaltung engagieren, das Studentenleben genießen und zielorientiert studieren.


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