Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Wissen In Nepal leben wieder mehr Tiger in freier Wildbahn
Nachrichten Wissen In Nepal leben wieder mehr Tiger in freier Wildbahn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:33 24.09.2018
Ein Tiger steht vor einer automatischen Wildtierkamera. Die Zahl der Tiger ist in Nepal innerhalb von fünf Jahren von 198 auf 235 gestiegen. Quelle: WWF Nepal/ dpa
Kathmandu

Wildhüter in Nepal hatten mehrere Tausend Bilder von Kamerafallen ausgewertet. Sechs Monate lang seien die in ihrem Bestand gefährdeten Tiere in drei Nationalparks so gezählt worden, teilte das nepalesische Ministerium für Wald und Umwelt mit. Das funktionierte mithilfe der Streifen im Fell, die bei jedem Tiger spezifisch sind, und die von der Kamerasoftware analysiert wurden.

Am Ende konnten die Tierschützer einen Erfolg verkünden: Die Zahl der Tiger ist in Nepal innerhalb von fünf Jahren von 198 auf 235 gestiegen. Der Umweltverband WWF wies jedoch auch darauf hin, dass die Tiger-Population im Chitwan-Nationalpark in Nepal im gleichen Zeitraum von 120 auf 93 gesunken sei. Weltweit gibt es geschätzt 3900 Tiger in freier Wildbahn.

13 Staaten wollen Tiger-Bestände verdoppeln

Nepal ist einer von 13 Staaten, die sich im November 2010 im russischen St. Petersburg auf Schutzzonen für die Großkatzen geeinigt hatten. Zudem soll die Zahl der wilden Tiger weltweit bis 2022 verdoppelt werden. 2009 lebten den Angaben zufolge noch 121 Tiger in Nepal. „Jeder Tiger zählt, für Nepal und für die Welt“, sagte Ghana S. Gurung, Regionsleiter der Naturschutzorganisation WWF Nepal. Das Land sei von dem globalen Ziel nur noch „ein paar Tiger“ entfernt.

Mit der Weltraum-Mission Icarus soll es in Zukunft noch einfacher werden, Tierpopulationen zu zählen und zu schützen. Dafür wurde Mitte August auf der Internationalen Weltraumstation ISS eine Antenne installiert, die Bewegungen und weitere Daten von besenderten Wildtieren an ein Kontrollzentrum leitet. Zudem sollen die Daten genutzt werden, um Naturkatastrophen vorauszusehen und Epidemien aufzuspüren.

Von so/RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wissenschaftlern sind seltene Filmaufnahmen eines aufgeblasenen Pelikanaals gelungen: Auf dem Video ist zu sehen, wie der Aal sein Maul aufreißt, eine Art Beutel aufbläst und sich so viel größer macht, als er eigentlich ist.

24.09.2018

Um die Folgen des Klimawandels beherrschbar zu halten, darf die globale Temperatur um höchstens zwei Grad steigen. Doch das wird nicht gelingen, meinen die Experten eines fachkundigen Technologie-Konzerns. Und sie sind nicht die einzigen.

24.09.2018

Sie sind die Vorhut eines deutschen Landers: Zwei japanische Roboter sind auf einem Asteroiden gelandet und sollen erste Aufnahmen machen. Die japanische Raumfahrtorganisation hat auf Twitter Fotos von der Landung veröffentlicht.

24.09.2018