Halt und Unterstützung: Nicht nur Betroffene, auch die Angehörigen, brauchen im Fall einer Demenzerkrankung oft Beistand.
Im vergangenen Jahr erschien im Tageblatt die mehrteilige Serie „Demenz. Leben im Schatten“ von Mitarbeiterin Heike Jordan. In ihr wurde umfassend über die verschiedenen Aspekte der Volkskrankheit aufgeklärt. Nun ist die komplette Serie als Broschüre in den Geschäftsstellen des Tageblatts erhältlich.
„In der Broschüre wird ganzheitlich über die Krankheit, die immer noch ein Tabuthema ist, berichtet“, sagt Jordan.
„Das Thema Demenz hat nicht nur medizinische Aspekte“, erzählt Jordan. „In den Gesprächen, die ich mit Fachleuten, also Ärzten, Pflegern und Betreuern, aber auch mit Angehörigen und Betroffenen für die Serie geführt habe, zeigte sich deutlich, dass jeder Aspekt der Krankheit immer noch eine andere Facetten berührt.“ So stelle sie beispielsweise die Angehörigen vor die schwierige Aufgabe einer Pflege zuhause oder das geeignete Heim für den Erkrankten zu finden. Daneben berühre die Krankheit auch rechtliche Fragen. In der Broschüre werden deshalb Patientenverfügungen, die Einwirkungen der Pflegereform oder das richtige Verfassen eines Testamentes erläutert.
Andere Themen, die von Jordan angesprochen werden, sind die Diagnostik der Erkrankung, das Phänomen, dass die Erkrankten aus Scham und Angst lieber schweigen, anstatt rechtzeitig einen Facharzt aufzusuchen. Auch die Chancen und Grenzen von Therapie und Medikamentation werden beschrieben. Zudem nennt die Broschüre den Betroffenen und deren Angehörigen Anlaufstellen und Adressen von Fachleuten in Südniedersachsen.
„Über das Thema Demenz wird heute immer noch ungerne gesprochen, dabei wird es immer wichtiger“, sagt Jordan. Deshalb ist die Broschüre nicht nur für Betroffene und deren Angehörige interessant, sondern auch für andere, die sich für das Thema interessieren und einen nützlichen Ratgeber suchen.
Erhältlich ist die Broschüre „Demenz. Leben im Schatten“ in den Geschäftsstellen des Tageblatts und im Buchhandel. Sie kostet sechs Euro.
Von Corinna Berghahn