Sie erhielt ihn für ihre Grundlagenforschung zur so genannten sporadischen Einschlusskörpermyositis (sporadic Inclusion Body Myositis; sIBM). Die sporadische Einschlusskörpermyositis ist eine der häufigsten erworbenen Muskelerkrankungen bei Menschen, die älter als 50 Jahre sind. In der Arbeit weist Wissenschaftlerin Muth nach, dass bereits im frühen Stadium der Erkrankung bestimmte Zellstress-Moleküle im Skelettmuskel hochreguliert sind.
Auch ein Zusammenhang zwischen diesem Phänomen und den typischen Anzeichen der Erkrankung, wie Entzündung und Verfall des Muskelgewebes, wird durch ihre Forschung belegt. Die Arbeit bietet neue Ansatzpunkte für zukünftige Diagnose- und Behandlungsstrategien, so die Jury des mit 2500 Euro dotierten Preises.
Muth, 1984 in Duderstadt geboren, hat in Göttingen Humanmedizin studiert und ihr Studium im Sommer dieses Jahres erfolgreich abgeschlossen. Bereits seit Juni 2006 ist sie Mitglied der Arbeitsgruppe Muskelimmunbiologie von Dr. Jens Schmidt in der Abteilung Neurologie der Universitätsmedizin Göttingen. Hier befasste sich die Ärztin im Rahmen ihrer Doktorarbeit mit Grundlagenforschung zur Muskelerkrankung sIBM. Teile ihrer Forschungsarbeiten stellte sie auf Kongressen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) sowie der World Muscle Society (WMS) 2008 in Großbritannien vor.
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