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China-Woche

Gründung des Ostasienzentrums „Cemeas“ der Universität Göttingen

Die Universität Göttingen hat einen neuen Studien- und Forschungsbereich: Ostasienwissenschaften. Im Rahmen der China-Woche ist das Centre for Modern East Asian Studies (Cemeas) am Dienstag, 6. Juli, eröffnet worden.

Ein Teil der Gäste: 130-köpfige Delegation aus China.

© Heller
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„Das Land, das wir heute China nennen, war schon immer ein Kulturraum von großer Bedeutung“, sagt Prof. Axel Schneider, Vorstand des Cemeas, bei der Gründungsfeier des Ostasienzentrums in der Aula der Universität am Wilhelmsplatz. Seit August 2009 leitet Schneider, der die Stiftungsprofessur Ostasienwissenschaften der Georgia August erhielt, das Ostasiatische Seminar der Philosophischen Fakultät.

Neben der Universität wird das Cemeas auch vom chinesischen Erziehungsministerium gefördert, dass zwei weitere Professuren ermöglicht. Eine davon ist auf Chinesisch als Fremdsprache eingerichtet und soll die Bildung von Chinesischlehrern für den regulären Unterricht an Schulen ermöglichen. Die zweite Professur beschäftigt sich mit der Gesellschaft und Wirtschaft des modernen China aus sozialwissenschaftlicher Perspektive. Zudem soll sie dazu beitragen, die Vernetzung der Universität Göttingen mit der chinesischen Wirtschaft weiter auszubauen.

Von einem „historischen Moment“ sprach bei der Gründung dann auch Prof. Jianfei Ma, Vizedirektor des Hanban, das sich um die Erlernung der chinesischen Sprache weltweit kümmert und dem Bildungsministerium der Volksrepublik China unterstellt ist. „Die Universität Göttingen ist die erste in Europa, mit der wir so eng zusammenarbeiten.“ Besonders die Ausbildung von chinesisch Lehrern liege dem Hanban am Herzen, so Ma: „Heute kann der Bedarf an diesen Lehrer nicht gedeckt werden, das braucht auch Zeit. Aber die Lehrkräfte vor Ort auszubilden kann diese Probleme lösen.“

Doch nicht nur China, sondern ganz Ostasien wird der Forschungsraum des Instituts sein, stellt Schneider klar. „Mit dem ökonomischen Aufstieg handeln die ostasiatischen Staaten mit weitaus mehr Selbstbewusstsein, gleichzeitig passierte dieser Aufstieg im Verhältnis zu den Entwicklungen in Europa sehr schnell.“ Angestrebt werde deshalb auch, sich mit Japan, Korea, Taiwan und Hongkong in seiner historischen und politisch-kulturellen Vielfalt auseinanderzusetzten und die rasanten ökonomischen Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf die Länder und die ganze Welt zu erforschen.

„Wir werden auf jeder sprachlichen Grundlage, aber auch mit anderen Disziplinen wie der Rechtswissenschaft forschen.“ Denn um China, aber auch ganz Ostasien zu verstehen, müsse man „multidisziplinär“ arbeiten, kündigt Schneider an. Erst dann könne man verstehen, dass es „China im Singular nicht wirklich gibt“.
Mit „China in Studium und Wissenschaft“ geht es am heutigen Donnerstag weiter. Über China aus Studienstandort wird von 9 bis 14 Uhr in der Mensa am Turm, Goßlerstraße 12b, informiert und von 14 bis 17 Uhr in Workshops in der Paulinerkirche, Papendiek 14. „China als Wissenschaftsstandort“ ist von 9 bis 17 Uhr in der Paulinerkirche und dem Heyne-Haus, Papendiek 14 und 16, Thema.

Von Corinna Berghahn


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