Vor dem Deutschen Primatenzentrum in Göttingen: Uni-Präsident Kurt von Figura, Prof. Stefan Treue, Prof. Gerd Lüer und Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (von links).
Weil Aufmerksamkeit für Menschen und Primaten ein wichtiger Selektionsmechanismus ist, hat sein Aussetzen große Bedeutung und macht sich bei Erkrankungen wie Alzheimer oder der Aufmerksamkeitsstörung ADHS bemerkbar. Deshalb erweisen sich Treues Untersuchungen „auch für die Neurologie, Psychiatrie und Psychologie als äußerst fruchtbar“, betonte DFG-Präsident Prof. Matthias Kleiner bei der Preisverleihung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie. Dort wurden zehn Wissenschaftler mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet, darunter auch die ehemalige Göttinger Physikerin Prof. Petra Schwille, die an der TU Dresden die Fluoreszenzkorrelationsspektroskopie (FCS) maßgeblich weiterentwickelt hat.
Der jährlich vergebene Leibniz-Preis ist mit bis zu 2,5 Millionen Euro dotiert. Seit 25 Jahren unterstützt er herausragende Forschung an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Treue (45) ist sowohl an der Universität Göttingen als auch am Forschungsinstitut DPZ tätig. Dort würdigte gestern der Psychologe Prof. Gerd Lüer den Preisträger, der „die Goldmedaille der Wissenschaft“ erhalten habe für seine grundlegenden Arbeiten zum Verständnis der kognitiven Aufmerksamkeit. Darüber hinaus habe Treue in Göttingen und Europa die systemischen Neurowissenschaften vorangebracht.
Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) würdigte den Einsatz für den Forschungsstandort, um den sich der Preisträger „mit seinem erfolgreichen Wirken in und für Göttingen“ verdient gemacht habe. Darauf ging auch Universitätspräsident Prof. Kurt von Figura ein, der Treue dankte für seine kreative und konstruktive Mitarbeit an der erfolgreichen Bewerbung an der Exzellenzinitiative. Der Leibniz-Preis zeichne den Forscher Treue aus und „hat Bedeutung für die Primatenforschung und die Leibniz-Gemeinschaft“. Zu deren Verbund der Forschungsinstitute gehört das DPZ.
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