Zierlich wirkt Chulabhorn Mahidol, als sie von der applaudierenden Menge im Hörsaal der Chemiefakultät der Göttinger Universität empfangen wird. Derart zart, dass man es mit der Angst zu tun bekommt, als ihr das schwere Mikrophon um den Hals hängt.
Ausgezeichnet: Prof. Chulabhorn Mahidol mit Laudator Prof. Lutz F. Tietze.
Dieser Eindruck ändert sich spätestens, als die Chemie-Professorin und thailändische Prinzessin, Ihre Königliche Hoheit Chulabhorn Mahidol, über ihre Forschungsergebnisse in der Naturstoffchemie referiert. Die unter ihrer Leitung forschende Arbeitsgruppe untersucht, wie aus pflanzlichen Produkten, Medikamente zur Bekämpfung von Krebszellen, Malaria und sogar HIV erzeugt werden können.
Dieses Engagement wurde zuvor mit der Windaus-Madaille belohnt. Damit ist die Gründerin des Chulabhorn Research Institute in Bangkok der einzige weibliche Preisträger. „Die sozial-gesellschaftliche Relevanz ihrer Arbeit eint sie mit Windaus“, meinte Prof. Lutz F. Tietze, Präsident des Deutschen Zentralausschusses der Chemie, in seiner Laudatio. Den Menschen in der südostasiatischen Region ein besseres Leben zu ermöglichen, sei einer der Gründe, die sie zu einer Preisträgerin mache. Neben der Naturwissenschaft gilt ihre Passion der Musik: So spielt sie Klavier und das chinesische Instrument „Gu Zeng.
Ein Video gibt es hier.
Von Katharina Bednarz
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Aktuelles zu Thailand's Monarchie Norman Brauer – 18.10.09
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